2014

SN   25.10.14   Wohnhaus ausgebrannt

Feuer wütet in leer stehendem Gebäude am Höheweg

Obernkirchen. Ein leer stehendes älteres Einfamilienhaus am Höheweg in Obernkirchen ist in der Nacht auf Freitag im Bereich des Dachstuhls ein Raub der Flammen geworden. Durch das Löschwasser wurde das Gebäudeinnere stark in Mitleidenschaft gezogen. Das derzeit zum Verkauf stehende und an der Vorderfront mit Eternitplatten abgehängte Fachwerkgebäude Nummer 36 ist damit nicht mehr bewohnbar. Einem Großaufgebot der Feuerwehr gelang es aber, ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser zu verhindern; die Bebauung ist an dieser Stelle sehr eng.

Wie Polizeihauptkommissar Ralf Burzlaff von der Dienststelle in Bückeburg mitteilt, hatte ein Anwohner des Höheweges kurz vor 1 Uhr bemerkt, dass das gegenüberliegende Wohnhaus in Flammen stand. „Der Brandgeruch“, so Burzlaff, „hatte ihn geweckt.“ Der Mann informierte sofort die Feuerwehr. Die Rettungsleitstelle des Landkreises Schaumburg löste um 1.03 Uhr Alarm über digitalen Meldeempfänger und Sirene aus. In der ersten Meldung, die den Einsatzkräften einen Mittelbrand anzeigte, hieß es zunächst irrtümlich, das Gebäude Nummer 39 sei betroffen.

Was die Einsatzkräfte vorfanden, war ein „Dachstuhlbrand in voller Ausdehnung“; Flammen schlugen meterhoch über dem Dachfirst zusammen. Unter Leitung von Obernkirchens Stadtbrandmeister Clemens Keich bekämpften die Feuerwehren aus Obernkirchen, Vehlen, Gelldorf, Krainhagen und Röhrkasten mit bis zu 65 Kräften sowie die Drehleiter aus Bückeburg von mehreren Seiten den Brand. Da es auf den Grundstücken im Wohnquartier nur wenig Stellflächen für Autos gibt, parkten mehrere Fahrzeuge in der unmittelbaren Nähe des Brandherdes; die Feuerwehr weckte die Halter, die die Autos entfernen mussten.

Der gesamte Einsatz dauerte mehr als fünfeinhalb Stunden, endete erst gegen 6.30 Uhr am Morgen; gegen 15 Uhr wurde die Ruine noch einmal auf mögliche Brandnester kontrolliert. Für die Feuerwehr der Bergstadt war es bereits der 69. Einsatz in diesem Jahr.

Die Ermittlungen zur Brandursache durch Beamte des Polizeikommissariats Bückeburg dauern derweil an. Wie die Redaktion vor Ort erfahren hat, soll die hintere Terrassentür möglicherweise aufgebrochen worden sein – und das offenbar nicht von den Einsatzkräften. Das könnte dann ein Indiz für eine Brandstiftung sein. Doch wie auch immer. Fakt ist: „Das Gebäude kann zurzeit nicht betreten werden“, so Burzlaff.

„Da der zum Höheweg hin gelegene Giebel des Hauses augenscheinlich einzustürzen droht, ist der Höheweg auf Anordnung des Kreisbauordnungsamts in beiden Richtungen vorsorglich gesperrt worden“, berichtet Rolf Watermann. Der Fachbereichsleiter der Stadt Obernkirchen: „Für den Straßenverkehr ist eine Bypass-Umleitung über den Jägerweg und den Weheweg zur Liethhalle eingerichtet worden.“ Wann die Sperrung des Höheweges wieder aufgehoben werden kann, liege im Ermessen des Statikers der Kreisbehörde.tw

Das Feuer hat den Dachstuhl des zum Verkauf stehenden Altbaus zerstört. Das Gebäude gilt als nicht mehr bewohnbar. tw

30.09.2014  Zimmerbrand löst Großeinsatz aus 

Aus bislang ungeklärter Ursache kam es am Dienstagmorgen gegen 5.45 Uhr zu einem Zimmerbrand in einer Pflegeeinrichtung in Krainhagen. 102 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, der Örtlichen Einsatzleitung und des DRK Rettungsdienstes waren im Einsatz.  

Einige Bewohner des betroffenen Gebäudes konnten sich auf einen Balkon in Sicherheit bringen. Von dort wurden sie von den eingesetzten Feuerwehren über mehrere Steckleitern gerettet.

Mit Hilfe der Wärmebildkamera wurde der Brandherd lokalisiert und nach weiteren Personen gesucht. Die Feuerwehren setzten mehrere Atemschutztrupps ein und evakuierten das stark verqualmte Gebäude.

Ein Atemschutztrupp ging mit einem Hohlstrahlrohr vor, um den Brand zu löschen. Um das Gebäude vom Rauch zu befreien wurde ein Hochdrucklüfter eingesetzt.
Sieben Personen wurden bei dem Brand verletzt und in umliegende Krankenhäuser transportiert.  

Die Polizei prüfte zusammen mit dem Heimbetreiber, ob alle Bewohner vollzählig evakuiert wurden. Das betroffene Gebäude ist derzeit unbewohnbar. Die Bewohner werden vom Heimbetreiber anderweitig untergebracht. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. 

Im Einsatz waren alle fünf Ortsfeuerwehren der Stadt Obernkirchen sowie die Feuerwehren Bad Eilsen und Rolfshagen, die Örtliche Einsatzleitung des Landkreises, fünf Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug.

SN   27.09.14  Probe für denErnstfall

Übung aller Obernkirchener Feuerwehren

Obernkirchen. Ein simulierter Großbrand im jbf-Centrum auf dem Bückeberg hat am Donnerstagnachmittag zum Ausrücken der Ortsfeuerwehren Obernkirchen, Krainhagen, Röhrkasten, Vehlen und Gelldorf geführt. Eingegangen war der – dem angenommenen Szenario nach – von einer automatischen Brandmeldeanlage des Hauses ausgelöste Alarm um exakt 17.30 Uhr.

Gerade mal 13 Minuten hatte es von diesem Moment an gedauert, bis die ersten Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn vor Ort eintrafen. Schnell war deren Besatzungen angesichts der fehlenden Rauchentwicklung sowie den im Umfeld des Gebäudes entdeckten „Beobachtern“ in Feuerwehruniform allerdings klar, dass es sich bei diesem Einsatz lediglich um eine Übung handelte.

Wie bei einem echten Großbrand machten sich die Brandbekämpfer jedoch gleich daran, eine Löschwasserversorgung aufzubauen. Jede der fünf Wehren schloss dafür mittels entsprechender Schläuche zwei C-Rohre an die auf dem Gelände vorhandenen Hydranten an, sodass der imaginäre Brand mit 2000 Liter Wasser pro Minute bekämpft werden konnte. Dabei wurden die Wassermassen allerdings nicht auf das Gebäude, sondern auf die große Rasenfläche gerichtet, um Löschwasserschäden an der Immobilie zu vermeiden.

Vermutlich aufgrund der starken Wasserentnahme versagte ein im hinteren Bereich des Areals installierter Hydrant seinen Dienst. Nach Auskunft von Stadtbrandmeister Clemens Keich hätte dies bei einem richtigen Brand jedoch kein Problem dargestellt, da dort mehr Hydranten als nötig vorhanden seien. Zudem hätte man zusätzlich noch auf eine mit rund 45000 Litern Wasser gefüllte Zisterne zurückgreifen sowie das ebenfalls auf dem Gelände gelegene Wasserhaus anzapfen können. Dennoch werde man selbstverständlich kurzfristig klären, warum der eine Hydrant nicht funktioniert hat, und die Ursache dann beseitigen lassen, versicherte er.

Ebenfalls auf dem Programm stand der schnelle Zusammenbau und das vorschriftsmäßige Anlegen von Leitern, außerdem die Rettung von in dem Gebäude eingeschlossenen Personen durch Atemschutzgeräteträger-Trupps. Beides ebenfalls neugierig beäugt von gerade im jbf-Centrum beherbergten Schulkindern, die alles aufgeregt filmten.

„Ihr habt das prima hingekriegt – die Übung war ein Erfolg“, würdigte Keich bei der Abschlussbesprechung die von den Brandschützern gezeigten Leistungen. Allenfalls Kleinigkeiten habe er beobachtet, die diese besser hätten machen können. Angerückt waren die fünf Ortsfeuerwehren mit insgesamt 14 Einsatzfahrzeugen und mehreren Dutzend Feuerwehr-Aktiven.wk

SN   25.09.14   Übel riechende Flüssigkeit löst Einsatz aus

Mehrparteienhaus an der Görlitzer Straße betroffen / Keine Gesundheitsgefährdung festgestellt

Stadthagen. Unbekannte Täter haben am Dienstagabend für einen aufsehenerregenden Feuerwehr- und Polizeieinsatz in einem Mehrparteienhaus an der Görlitzer Straße gesorgt. Auslöser war eine zähflüssige, cremefarbene Flüssigkeit in Treppenhaus, Fluren und Fahrstuhl, die einen intensiven, „ekelerregenden Gestank“ verbreitete.

Der Vorfall ereignete sich zwischen 20 und 23 Uhr, wie ein Polizeipressesprecher mitteilte. Außer der Polizei war auch eine spezielle Umweltschutzeinheit des Landkreises Schaumburg, eine Abteilung der Kreisfeuerwehr, im Einsatz. Nach Angaben der Beamten nahm die Einheit vor Ort erste Untersuchungen der übel riechenden Flüssigkeit vor. Zur Erleichterung der Bewohner stellte die Umwelteinheit fest, dass keine Gesundheitsgefährdung durch die unbekannte Flüssigkeit besteht. Aus diesem Grund waren auch keine Evakuierung oder andere Rettungsmaßnahmen nötig. Auch der Tatbestand der Sachbeschädigung lag nach Ermessen der Beamten nicht vor. Demnach werden seitens der Polizei keine Ermittlungen gegen den oder die Verursacher vorgenommen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Den Geruch der Jauche beschrieben die Beamten vor Ort als „ekeligen Faul- und Aasgeruch“. Die Umweltschutzspezialisten stellten zum Abschluss des Einsatzes weitere Proben der Flüssigkeit sicher. Die Feuerwehr und der Hausmeister des Gebäudes entfernten die Jauche schließlich.

Noch wissen die Beamten jedoch nicht, wie sie mit den Proben weiter vorgehen, denn: Da niemand der Bewohner zu Schaden gekommen ist, liegt nach Angaben des Polizeipressesprechers auch kein Straftatbestand vor. Und: Die aufwendige Untersuchung der Jauche im Labor ist kostspielig. Im Moment vermuten die Beamten, dass es sich bei diesem Vorfall um einen Dumme-Jungen-Streich handeln könnte, wenn auch mit extremen Ausmaßen für die Bewohner wegendes Gestanks. Hinweise nimmt die Polizei unter (05721) 40040 entgegen.mak

SN   15.09.14   Helfer gehen an ihre Grenzen

Mehr als 200 Feuerwehrleute proben den Ernstfall bei Bauerngut / Nur wenige Beteiligte waren eingeweiht

Bückeburg. Minutenlang heulende Sirenen und Feuerwehreinsatzfahrzeuge, die in rasender Fahrt aus allen Himmelsrichtungen Bückeburg ansteuern: Am späten Freitagnachmittag mag so mancher Bückeburger an einen wirklich großen Unglücksfall geglaubt haben. Glücklicherweise war es – wie berichtet – nur eine Übung, wenngleich eine spektakuläre.

Weit mehr als 200 Feuerwehrleute, Sanitäter, Katastrophenschützer und weitere Hilfskräfte übten auf dem Gelände des Bauerngut-Fleischwerks am Hasengarten einen Einsatz nach dem Austritt einer großen Menge von hochgiftigem Ammoniak. Dabei war das gewählte Datum für den Ort der Übung von besonderer Bedeutung: Auf den Tag genau sechs Jahre zuvor hatte es im Fleischwerk tatsächlich gebrannt, wobei ein Arbeiter nicht mehr lebendig aus den Flammen hatte gerettet werden können.

Um 17.05 Uhr hatten auf dem Werksgelände die Alarmsirenen geheult. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte nur eine Handvoll Personen Kenntnis von der Großübung gehabt, darunter Bernd Rathert, Sicherheitschef aller Bauerngut-Werke, sowie die Stadt Bückeburg und der Landkreis Schaumburg als Dienstherren von Feuerwehr und Katastrophenschutz. Das angenommene Szenario: Bei einem Leck des Kühlsystems im Dachbereich sind mehrere Hundert Liter Ammoniak ausgetreten, wobei ein Mensch durch das hochgiftige und ätzende Kühlmittel schwer verletzt wurde. Im Anschluss daran kommt es auf dem Dach eines Nachbargebäudes bei der Evakuierung von Personen zu einem weiteren Unfall, infolgedessen das Dach in Brand gerät. Als dritter Unglücksschauplatz diente die Waschanlage des Unternehmens, in der nach einer Verpuffung mehrere Personen vermisst wurden.

Binnen Sekunden machen sich nach der Alarmierung Feuerwehren und weitere Hilfskräfte, darunter der in Obernkirchen stationierte Gefahrgutzug des Landkreises Schaumburg, auf den Weg nach Bückeburg. Vor Ort koordiniert Torsten Buhrmester, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Bückeburg-Stadt, die weit mehr als 200 Einsatzkräfte. Der durch das giftige Kühlmittel verletzte Mitarbeiter muss geborgen, dekontaminiert und von Rettungssanitätern versorgt werden. Dabei können die Feuerwehrleute aufgrund des angenommenen Ammoniakaustritts selbst nur mit schwerem Atemschutz und in Chemikalienschutzanzügen vorgehen. Während in der Waschanlage nach den vermissten Personen gesucht wird, ebenfalls unter Einsatz von schwerem Atemschutz, bekämpfen Mitglieder der Stadthäger Wehr von der Plattform ihrer Gelenkmastbühne den angenommenen Dachbrand.

Vor der Waschanlage ist die Drehleiter der Feuerwehr Bückeburg im Einsatz. Fünf Beobachter überwachen den Einsatz. Sie sind durch besondere Westen gekennzeichnet und gehören zu den wenigen Feuerwehrangehörigen, die zuvor in das Übungsszenario eingeweiht wurden. Als Beobachter sind Vertreter diverser Ämter und Behörden vor Ort, unter anderem Wilhelm Brase und Kerstin Haver vom Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises, Elke Baum-Schuba, zuständig für Brandschutz beim Ordnungsamt des Landkreises, sowie Marc Sigges vom Bauamt der Stadt Bückeburg.

Die Belegschaft hatte sich nach der Alarmierung an den dazu ausgewiesenen Sammelpunkten einzufinden, um von dort das simulierte Einsatzgeschehen zu verfolgen. „Wir haben den Zeitpunkt bewusst auf einen Freitagnachmittag gelegt, um zu sehen, was passiert, wenn die Führungskräfte zunächst nichts ahnend ins Wochenende gehen und kurz danach in den Betrieb zurückgerufen werden“, erklärte Bernd Rathert, der rund ein halbes Jahr Vorbereitung in die Übung investiert hatte. Das Ergebnis überraschte sogar ihn: „Unsere betriebliche Alarmkette hat zu 99,9 Prozent funktioniert.“ Auch Bauerngut-Geschäftsführer Klaus Jeinsen zeigte sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden. Der reibungslose Einsatz der Rettungskräfte sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass mit der Feuerwehr häufig Betriebsbegehungen gemacht würden: „Wir haben 35000 Quadratmeter Betriebsgelände, da muss man als Rettungskraft genau wissen, wo man lang muss, um sich im Ernstfall nicht zu verlaufen.“jp

SN   25.08.14   Motorraum brennt, Feuerwehr löscht

Obernkirchen. Am Sonntag bemerkten gegen 0.15 Uhr der Fahrer eines Taxis und dessen Fahrgast auf der Vehlener Straße Brandgeruch im Fahrzeug. Es konnte schnell festgestellt werden, dass der Motorraum aufgrund eines technischen Defekts brannte. Das Feuer wurde durch die alarmierte Feuerwehr gelöscht. Verletzt wurde niemand.

SN   01.07.14   Chlorgas in der Luft – Häuser evakuiert

133 Feuerwehrleute im Einsatz / Rodenberger Freibad bis Mittwoch dicht

Rodenberg. Szenen wie in einem Science-Fiction-Film haben sich am Montagmorgen vor dem Rodenberger Freibad abgespielt. 133 Feuerwehrleute waren dorthin gerufen worden, weil erhebliche Mengen Chlorgas ausgetreten waren.

Nicht Bikini und Badehose, sondern Feuerwehruniformen und Schutzanzüge bestimmten ab 6.15 Uhr das Bild vor der Badeanstalt. Die Straße Tor wurde von der Polizei abgeriegelt, 110 Feuerwehrleute aus der Samtgemeinde Rodenberg sowie 23 von der Umweltschutzeinheit der Kreisfeuerwehr machten sich an die Arbeit, um die Ursache des Notrufs ausfindig zu machen.

Den ersten Alarm hatte es bereits gegen 23 Uhr am späten Sonntagabend gegeben. Die Polizei deutete diesen jedoch als Einbruch-Alarm. Am frühen Morgen bemerkte dann der Schwimmmeister starken Chlorgeruch und informierte Polizei und Feuerwehr.

Die ersten Einsatzkräfte bemerkten schon auf der Straße an tränenden Augen und Atembeschwerden, dass etwas nicht stimmte. Die Einwohner von sechs angrenzenden Häusern wurden vorsichtshalber evakuiert. Im Eiltempo errichteten die Feuerwehren Schmarrie, Hülsede und Rodenberg eine Dekontaminations-Zone. Mehrere Zweier-Trupps legten grüne, gasdichte Schutzanzüge an und begaben sich in den Technik-Bereich, wo im Chlorgasraum die Gasflaschen lagern und an die Filteranlage angeschlossen werden. In der Dekontaminations-Zone wurden die Feuerwehrleute nach den Einsätzen in den „Marsmensch-Anzügen“ wie in einer provisorischen Duschkabine mit Wasser abgespült.

Bei Messungen stellte die Feuerwehr zunächst eine hohe Chlorkonzentration fest. Im ersten Schritt wurde die Gaszufuhr gestoppt, sodass die Konzentration in der Raumluft zu sinken begann.

Einsatzleiter Jürgen Wilkening berichtete, dass alle Einwohner der Grundstücke am Freibad direkt über den Vorfall informiert und zum Besuch des Hausarztes aufgefordert wurden, sofern sie Atembeschwerden oder Hautreizungen beklagten.

Unterdessen war ein Techniker der Firma, die die Filteranlage wartet, hinzugerufen worden. Dieser traf gegen 9.30 Uhr am Einsatzort ein. Zu der Zeit war die Gaskonzentration bereits so weit gesunken, dass der Techniker die Kellerräume ohne Schutzausrüstung erkunden konnte. Die Ursache des Gasaustritts konnte auch er nicht benennen, weil die Polizei die Anlage noch nicht zur Inspektion freigegeben hatte. Die Ermittlungen wurden an die Staatsanwaltschaft Bückeburg übergeben.

Der Verdacht einer Manipulation bestand nach Angaben der Polizei aber nicht. Es sei von Fahrlässigkeit oder von einem unverschuldeten Defekt auszugehen. Als Tatbestand lag offiziell auch nur eine Luftverunreinigung vor, da keine Menschen zu Schaden gekommen waren. Sollten sich noch Anwohner melden, die vom Chlorgas verursachte Gesundheitsschäden davongetragen haben, komme Körperverletzung ins Spiel. Unter den Einsatzkräften hatte es am Montag keine Verletzten gegeben.

Die Straßensperrung wurde um 11.10 Uhr aufgehoben. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft untersuchten ab Mittag unabhängige Sachverständige die Filteranlage des Freibads. Wie viel Gas ausgetreten war, konnte am Montag niemand sagen. Dies ergäben die Auswertungen der Messergebnisse der Feuerwehr. Das Freibad sollte nach Angaben der Verwaltung bis einschließlich Mittwoch geschlossen bleiben.gus

Von Guido Scholl

SN   27.03.14   Zigarette setzt Zimmer in Brand

Schwelbrand im Krainhäger „Waldesruh“ ruft fünf Feuerwehren auf den Plan – niemand verletzt

Krainhagen. Schreck in der Morgenstunde: Gegen 7.15 Uhr ist es am gestrigen Mittwochmorgen, dem 26. März, im „Waldesruh“, Facheinrichtung für chronisch Suchtgeschädigte, mit der besagten Ruhe vorbei gewesen. Ein Schwelbrand in einem der Bewohnerzimmer der an der Krainhäger Waldgrundstraße gelegenen Einrichtung rief die von der Integrierten Regionalleitstelle Schaumburg/Nienburg per Pieper und Sirene alarmierten Freiwilligen Feuerwehren der Bergstadt auf den Plan; Obernkirchener, Vehler, Gelldorfer, Krainhäger und Röhrkastener Brandschützer eilten zum Einsatzort – summa summarum 35 Kameradinnen und Kameraden; sie wurden von der Örtlichen Einsatzleitung des Rettungsdienstes, drei Rettern vom DRK und Beamten des Polizeikommissariats Bückeburg unterstützt.

Ein Feuerwehrtrupp unter Atemschutz und mit einem C- Rohr bahnte sich den Weg in das bereits stark verqualmte Zimmer. Nach Aussage der Polizei Bückeburg hatte ein Bewohner (Jahrgang ‘53) zuvor eine noch glimmende Zigarette in einen Papierkorb geworfen und dann den Raum verlassen.

Bereits um 7.45 Uhr, nur eine halbe Stunde nach der Alarmierung, hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Verletzt wurde zum Glück niemand. Anschließend pusteten die Blauröcke den Brandort mit dem Lüfter durch, suchten mit der Wärmebildkamera nach versteckten Brandnestern. Die Bewohner konnten danach in den betroffenen Wohnbereich zurückkehren; das Brandzimmer selbst aber gilt als nicht mehr bewohnbar.

Im Einsatz waren aufseiten der Wehren ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 16 mit Tragkraftspritze, ein Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/24, ein Mannschaftstransportwagen (MTW) und der Einsatzleitwagen (ELW).

Das „Waldesruh“ gehört der Paritätischen Gesellschaft für Jugend- und Sozialarbeit mit Sitz in Bad Pyrmont. Die Facheinrichtung für chronisch suchtgeschädigte volljährige Menschen bietet 53 stationäre Plätze sowie 51 Plätze im teilstationären Bereich; die Aufnahme erfolgt in der Regel im Anschluss an einen Fachklinikaufenthalt.

Das Feuer im „Waldesruh“ wird von den Wehren als Mittelbrand eingestuft; es ist nach dem Dachstuhlbrand im Restaurant „Labyrinth“, dem Wiesenbrand im Ellerholz und dem Kellerbrand an der Straße Zum Holze bereits das vierte Feuer dieser Art seit Anfang des Jahres – und der inzwischen 16. Einsatz für die Brandschützer der Bergstadt. tw

11.03.14   Bewohner durch Feuerwehr gerettet

Am Dienstagnachmittag gegen 16.15 Uhr wurden die Feuerwehren Vehlen und Obernkirchen zu einem Kellerbrand in die Straße „Zum Holze“ in Vehlen gerufen.

Der Bewohner des Hauses befand sich beim Eintreffen der Feuerwehr noch im Haus. Er wurde sofort von der Feuerwehr aus dem stark verrauchten Gebäude gerettet
und anschließend vom DRK Rettungsdienst vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Ein Trupp unter Atemschutz ging gegen die Flammen im Keller des Hauses vor.

Der Atemschutztrupp entdeckte neben einem brennenden Holzvorrat auch zwei Öltanks, die glücklicherweise leer waren. Das Feuer konnte durch die eingesetzten Feuerwehren
schnell gelöscht werden. Im Anschluss wurde das Haus gründlich belüftet. Um weitere Brandnester auszuschließen, kam die Wärmebildkamera zum Einsatz. Nach Beendigung der Löscharbeiten blieb die Feuerwehr Vehlen noch als Brandwache vor Ort.

Neben dem DRK Rettungsdienst und der Polizei waren insgesamt 35 Brandschützer der Feuerwehren Vehlen und Obernkirchen im Einsatz.

Bilder/Text: Team Presse Kreisfeuerwehr Schaumburg, Dirk Held

SN   02.01.14   Dachstuhl brennt komplett nieder

Für die Hausbewohner und den Betreiber des Restaurants „Labyrinth“ hat das neue Jahr mit einem katastrophalen Start begonnen. Gegen 4 Uhr stand der Dachstuhl des mehrstöckigen Gebäudes in Flammen.

Obernkirchen. Die Polizei schätzte gestern den Schaden auf rund 150000 Euro. Um 4.23 Uhr ging der Notruf bei der Rettungsleitstelle in Stadthagen ein. „Dachstuhlbrand in einem Haus an der Vehlener Straße in Obernkirchen“ lautete der Einsatzbefehl. Sofort wurden die Feuerwehren aus Obernkirchen, Vehlen und Bückeburg alarmiert. Obwohl die Brandbekämpfer kurze Zeit später gegen die Flammen ankämpften, konnten sie nicht verhindern, dass der Dachstuhl komplett niederbrannte. Personen wurden nicht verletzt. Die Hausbewohner konnten sich ohne fremde Hilfe ins Freie retten. Das Einsatzende kam für die Wehr Obernkrichen erst um 9.40 Uhr. Der Brand selbst wurde als sogenannter „Mittelbrand“ eingestuft. Warum es zu dem Feuer gekommen ist, müssen die Ermittlungen der Polizei jetzt ergeben. Ob und wie der Restaurantbetrieb in den nächsten Tagen wieder anlaufen kann, stand bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest.

 Auch am Silvestertag musste die Feuerwehr Obernkirchen noch einmal ausrücken. Um 18.44 Uhr wurden die Brandbekämpfer alarmiert, dass an der Bornemannstraße ein Baum brennen würde. Das Feuer wurde von den Kameraden mit Wasser vom Tanklöschfahrzeug abgelöscht und mit der Wärmebildkamera überprüft. Nach 39 Minuten war der letzte Einsatz der Wehr im alten Jahr beendet. Es war übrigens der 56. Einsatz für die Wehr Obernkirchen im Jahre 2013.