ABC-Gruppe
Umweltschutzeinheit SHG

Die Umweltschutzeinheit des LK Schaumburg (links die Kameraden aus Vehlen)

 

 

 

Jahresdienstplan 2015 des ABC Zug

 

 

 

 

 

 

 

Do. 15. Jan

19:00

T

JHV USE

Möllenbeck

Keich

Di, 10. Feb

19:30

T

Neue Dokumentation

FTZ

Brackmann

Di, 10. Mär

19:30

P

Messfahrt

FTZ

Brackmann

Di, 21. Apr

19:30

P

CSA-Ausbildung + Dekon

FTZ

Messerschmidt

Di, 19. Mai

19:30

P

CSA-Lauf

FTZ

Brackmann

Di, 16. Juni

19:30

P

RN-Gefahrstoffe

FTZ

Schinz

Di, 14. Juli

19:30

P

Grillabend

Möllenbeck

Schinz

Di, 08. Sep

19:30

P

Messen

Möllenbeck

Schinz

Di, 06. Okt

19:30

P

Einsatzübung

Funkbesetzt Gerätehaus

Brackmann

Di, 03. Nov

19:30

T

PC Abgleich - Messröhrchen

FTZ

Brackmann

Fr, 27. Nov

19:00

P

Rechte u. Pflichten Abschluß

Vehlen

 

18.01.15   RintelnAktuell   Arbeitsreiches Jahr für Umweltschutzeinheit der Kreisfeuerwehr Schaumburg: Jahrestreffen im Kloster Möllenbeck

Von RintelnAktuell am 18. Januar 2015

Im Kloster Möllenbeck blickte am vergangenen Donnerstagabend  die Umweltschutzeinheit des Landkreises Schaumburg auf das Jahr 2014 zurück.

Clemens Keich, Leiter der Umweltschutzeinheit, sagte in seinem Jahresbericht: „Durch Besuche von Lehrgängen an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) konnte der Ausbildungsstand weiter gesteigert werden.” Kritik äußerte Keich über die noch nicht erfolgte Ersatzbeschaffung seitens des Bundes für das ausgemusterte Dekontaminationsfahrzeug.

Jens Brackmann berichtete von den Einsätzen und Übungsdiensten des ABC-Zuges. Der Zug besteht derzeit aus 26 aktiven Feuerwehrmitgliedern. Dazu gehören die Erkunder mit den Standorten Möllenbeck, Rusbend und Vehlen sowie Fahrzeuge der Feuerwehrtechnischen Zentrale. Die ABC-Zug-Mitglieder waren an zehn Einsätzen und zwei Übungen beteiligt.

Benjamin Heine, Leiter des Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz (GW-AS), berichtete von den Aktivitäten im vergangenen Jahr. Der GW-AS führte 2014 12 Übungsdienste durch und wurde zu sieben Einsätzen alarmiert. Dabei wurden mehr als 100 Atemluftflaschen ausgegeben. Die Teileinheit GW-AS bestand zum Jahresende aus 19 Kameraden aus unterschiedlichen Ortsfeuerwehren des Landkreises. Sie versehen ihren Dienst regelmäßig in der Feuerwehrtechnischen Zentrale. Heine kritisierte die mangelnde Lehrgangszuweisung an der NABK, „moderne Technik ist nur so gut, wie das ausgebildete Personal, das es bedient.“ Für die Zukunft wünsche er sich eine positive Entwicklung der Lehrgangszuweisungen.

Frank Messerschmidt berichtete über die Einsätze und Übungen des Gefahrgutzuges, der von der Feuerwehr Obernkirchen besetzt wird. Neben Übungen mit dem DRK Einsatzzug und am Kesselwagen an der FTZ in Nienburg wurden die Mitglieder zu sieben Einsätzen gerufen.

Die Umweltschutzeinheit war im vergangenen Jahr unter anderem beim Großbrand in Nienstädt im Einsatz. Dort wurden Schadstoffmessungen vorgenommen und Atemluftflaschen ausgegeben.

Mit einem kleinen Rückblick bedankten sich die Leiter der Teileinheiten, Jens Brackmann, Benjamin Heine und Frank Messerschmidt sowie der Leiter der gesamten Umweltschutzeinheit, Clemens Keich, bei Rainer Kuhlmann für die sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Die Amtszeit Kuhlmanns als stellvertretender Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter Süd endet mit Ablauf Januar.

Volker Winkelhake, Kreisbereitschaftsführer KatS – ABC-Zug Landkreis Hameln-Pyrmont, hielt im Anschluss einen Vortrag über die Gliederung und die Verteilung der Aufgaben im Nachbarlandkreis.

SN   17.03.07  Landrat: „Wir haben unsere Kräfte gebündelt“

Kreis verfügt über eine schlagkräftige Umweltschutzeinheit

Weil in der Bergstadt der Gefahrgutzug angesiedelt ist und der künftige Ortsbrandmeister Clemens Keich zugleich die Leitung der Umweltschutzeinheit hat, haben sich alle angeschlossenen Züge am Donnerstagabend in Obernkirchen getroffen. Diese Zusammenkunft war gewissermaßen der Startschuss für die angestrebte Bündelung der Kräfte zur Abwehr atomarer, biologischer oder chemischer Gefahren im Schaumburger Land.
Obernkirchen.
Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier machte in Gegenwart der Führungskräfte des Kreisfeuerwehrverbandes und aller Aktiven der neu gebildeten Umweltschutzeinheit deutlich, wie wichtig dieser Schritt ist und welche Vorteile der Zusammenschluss hat. Er stellte noch einmal klar, dass der eigentliche Brandschutz eine Pflichtaufgabe der Kommunen ist, die damit auch zuständig sind für die Finanzierung der Fahrzeuge, Geräte und der Ausstattungen.
Beim Landkreis ist hingegen der vorbeugende Brandschutz angesiedelt. Dazu gehört auch das Aufstellen von Bereitschaften der Kreisfeuerwehr für den überörtlichen Brandschutz. Dritte Säule ist der Katastrophenschutz, der in der Zuständigkeit des Staates liegt. „Deshalb lag es nahe, die Kompetenzen und Kräfte für die Einsätze zu bündeln, die durch gefährliche Stoffe ausgelöst werden“, betonte der Landrat.
Und so wurden die Gerätewagen Atemschutz und Strahlenschutz, der Gefahrgutzug und der ABC-Zug zu einer Einheit zusammengefasst.
Schöttelndreier wies darauf hin, dass sich der Landkreis finanziell engagiert habe, um die Kapazitäten beim Messen von freigesetzten Chemikalien und von Brandrauch zu verbessern. Insgesamt würden jetzt fünf Messeinheiten zur Verfügung stehen, mit denen an verschiedenen Standorten zeitgleich Messungen von zum Beispiel chemischen oder radioaktiven Stoffen erfolgen können. Der Landrat: „Wie wichtig diese Aufgabe ist, hat der Schwelbrand des Düngemittellagers in Krankenhagen bewiesen.“
Für den ABC-Zug steht ein autarkes Zentrum für die Dekontamination zur Verfügung einschließlich Wasserversorgung, Zelten, Duschanlagen, Warmwasser- und Heizanlagen, um eine größere Anzahl von Personen reinigen zu können. Hier arbeiten auch Männer mit, die vom Wehrdienst freigestellt worden sind. Zum Gerätewagen für Atem- und Strahlenschutz gehört eine spezielle Gruppe für den atomaren Einsatz.
Stationiert sind die Fahrzeuge der Umweltschutzeinheit sowohl in Obernkirchen als auch in Möllenbeck, Rusbend und Vehlen sowie bei der Feuerwehrtechnischen Leitzentrale in Stadthagen. Die 81 Aktiven stammen aus verschiedenen Ortswehren des Landkreises.
Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote unterstrich, dass die erforderliche Umstrukturierung jetzt abgeschlossen sei. Er wies auf die vielen Gefahrenschwerpunkte hin, die es im Landkreis gibt. Dazu zählen die Autobahnen, Bahnstrecken, Wasserstraßen sowie Landes- und Bundesstraßen. Im Bereich Bahnerden und bei der digitalen Alarmierung besitze Schaumburg bereits eine Vorreiterrolle. Als wichtig sieht Grote aber auch die enge Zusammenarbeit mit den beiden Nachbarkreisen Nienburg und Hameln-Pyrmont im Bereich des Katastrophenschutzes an.
„Wir können keinen schweren Unfall ungeschehen machen und auch nicht den letzten Tropfen Öl aufnehmen, aber wir vermögen im Ernstfall schnell das Notwendige und Richtige zu tun“, versicherte der Chef der Umweltschutzeinheit, Clemens Keich. Selbst in einem großflächigen Gelände sei eine sichere radioaktive Überwachung möglich – zum Beispiel nach dem Absturz eines Satelliten. Am meisten rechnet er aber weiterhin mit Chemie-Einsätzen im Straßenverkehr.
Ironie des Schicksals: Der offizielle Teil des Treffen war just beendet, da gab es bereits eine digitale Alarmierung, und der größte Teil der Feuerwehrleute rannte sofort zu den Fahrzeugen. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass es ein Fehlalarm war, der von der Glasfabrik Heye kam. sig