JHV 2005

SN   10.01.2005   “Es wird Änderungen geben“

Kirchenvorstand setzt sich für Erhalt ein / Nachwuchs hat 400 Dienststunden geleistet

Vehlen. Eines ist sicher: Der Zusammenhalt der Vehlener Feuerwehr kann kaum besser sein. Bei der Jahresversammlung wurden im Dorfgemeinschaftshaus mehr als 80 Teilnehmer gezählt. Und trotz aller Unwägbarkeiten über die weitere Entwicklung im Feuerlöschwesen der Bergstadt war die Stimmung recht positiv. Auch wenn es noch an wegweisenden Auskünften mangelte.
Stadtdirektor Wilhelm Mevert erklärte in seinem Grußwort, dass die Stadt an ihrem Sparkurs festhalten werde und damit auch an den notwendigen Überlegungen über eine Strukturreform bei den Feuerwehren. Dabei gehe es jedoch nicht ohne die Mitarbeit des Landkreises als der zuständigen Aufsichtsbehörde. Und dort erwarte man die Vorlage eines Brandschutz-Bedarfsplanes. Der Verwaltungschef wollte das Thema durch den Hinweis darauf relativieren, dass diese Probleme angesichts des Geschehens in Südostasien „Pipifax“ seien.
Der stellvertretende Abschnittsleiter Dirk Hahne aus Bückeburg, der die Grüße des Kreisfeuerverbandes überbrachte, kündigte eine Zusammenkunft am kommenden Mittwoch beim Landkreis an. Dort werde eine Arbeitsgruppe das Ergebnis ihrer Beratungen vorstellen. Dabei gehe es unter anderem um die Umstrukturierung der Feuerwehr-Bereitschaften. Sie werden auch die Vehlener ABC-Gruppe betreffen. Es werde Änderungen geben, denn man wolle die vorhandenen Einheiten sinnvoller einsetzen. Solche Gedanken müssen erlaubt sein, erklärte Hahne.
Pastor Günter Fischer, der sich auch in der Notseelsorge bei Unfällen, Bränden und anderen Einsätzen engagiert, berichtete: „Unser Kirchenvorstand hat sich bereits schriftlich an den Landkreis gewandt. Wir erwarten, dass die Feuerwehr erhalten bleibt. Denn als uns das Wasser bis zum Hals stand, da hatten wir die Vehlener Feuerwehr bitter nötig, und die leistete sofort entschlossene Hilfe.“ Er sprach damit das Hochwassergeschehen vergangener Jahre in Vehlen an.
Ortsbrandmeister Michael Hanke erinnerte in seinem Rückblick unter anderem an einen der schwersten Einsätze des Vorjahres, als bei einem Brand in der Schachtstraße eine ältere Frau so schwer verletzt wurde, dass sie ausgeflogen werden musste und anschließend starb.
Andreas Busche gab eine Übersicht über die von der Ortsfeuerwehr ausgerichteten Veranstaltungen. Dazu gehörte ein Lehrgang in Erster Hilfe, der künftig alle zwei Jahre wiederholt werden soll. Außerdem gab es eine zusätzliche Ausbildung in der Handhabung von Motorkettensägen.
Kaum kürzer war die Liste des Jugendwartes Andreas Stahlhut. Der Nachwuchs hat 400 Dienststunden geleistet. Ein Höhepunkt war das 35-jährige Bestehen der Vehlener Jugendwehr, bei dem die Stadtjugendwettkämpfe und der Bundeswettbewerb ausgetragen wurden.
Nur eine Wahl stand an. Wolfgang Ernst bleibt stellvertretender Zeugwart. Mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen in Gold wurde Heinz Haller für 50 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet. Die Ehrennadel für 40 Jahre bekame Klaus Mühlmeister und die für 25 Jahre Lutz Schweer. sig

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50-Jahre aktiver Dienst: Heinz Haller

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40 Jahre aktiver Dienst: Klaus Mühlmeister, 25 Jahre aktiver Dienst: Lutz Schweer

Wir gratulieren ausserdem auch den weiteren geehrten Mitgliedern!

25 Jahre Mitglied: Andreas Schäkel und Thomas Schäkel

40 Jahre Mitglied: Helmut Bealek, Günther Fischer sen. und Ernst Kuhlmann

Glückwunsch zur Beförderung an:

Feuerwehrmann Sven Brinkmann, 1. HFM Dieter Mühlmeister, 1. HFM Klaus Mühlmeister, HLM Andreas Busche,

BM Michael Hanke