JHV 2009
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Ehrung für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr: v.l. stellv. KBM Rainer Kuhlmann, BM Michael Hanke, StBM Schaper

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Beförderung zum Oberfeuerwehrmann: v.l. OrtsBM Schuster, OFM Sven Brinkmann

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Ehrung für langjährige Mitgliedschaft in der FF Vehlen: v.l. Fritz Nerge (60 Jahre), Richard Schlütsmeier (40 Jahre), Hans-Günther Schwietz (40 Jahre), Werner Harder (25 Jahre)

SZ   28.01.09  Löschfahrzeug weist Probleme auf

Vehlen (sig). Eine so entspannte Jahreshauptversammlung wie dieses Mal hat es lange nicht mehr bei der Vehlener Ortsfeuerwehr gegeben. Aller Streit und alle Zitterpartien rund um die Investition eines neuen Löschfahrzeuges sind vergessen: Ende Oktober wurde das lang ersehnte Gefährt endlich eingeweiht. Bei einem Einsatz Anfang Dezember aber wäre die Freude beinahe nur von kurzer Dauer gewesen.

Beim Auto brannte die Lichtmaschine

Die Vehlener Blauröcke wurden zu einem Auto gerufen, bei dem die defekte Lichtmaschine qualmte. Ortsbrandmeister Christoph Schuster schilderte die dabei eingetretene Situation so: „Wir hatten Glück, dass unser neues Löschfahrzeug während dieses Einsatzes nicht selber abgebrannt ist. Ein Kurzschluss in einem Schalter bewirkte, dass Qualm aus dem Armaturenbrett aufstieg.“
Kurzerhand wurde der defekte Schalter entfernt und die Brandschützer konnten danach wieder wohlbehalten zum Gerätehaus zurückkehren. In der letzten Zeit gab es noch einige weitere Störfaktoren am neuen Löschfahrzeug, die hoffentlich bald ein Ende haben, damit es bei den nächsten Einsätzen keine Schwierigkeiten gibt. Schuster ließ in seinem Rückblick noch einmal alle Ereignisse des Vorjahres Revue passieren. Schwierige Einsätze gab es nicht, sieht man einmal davon ab, dass eine Katze auf eine hohe Tanne geklettert war und nicht wieder herunterkam. Zu diesem Zweck musste die Drehleiter aus Bückeburg herangeholt werden. Kosten für die Tierrettung: rund 500 Euro. Ein in Brand geratenes Kirschkernkissen musste aus einer Mikrowelle entfernt werden.
Unangenehm für ein Friseurgeschäft war der Rückstau von Schmutzwasser in die Kellerräume unter dem Geschäft. Dort musste dann noch ein Gullischacht abgedichtet werden, um den Rückfluss zu stoppen.
Der stellvertretende Ortsbrandmeister Helmut Lübking gab eine Übersicht über die verschiedenen Einsätze zum Wohle der Dorfgemeinschaft, über Übungen und über eher gesellige Zusammenkünfte zum Festigen des Zusammenhalts. Im Dezember besichtigte die Löschgruppe I das Klärwerk in Vehlen.
Stadtbrandmeister Rolf Schaper berichtete von einem erheblichen Rückgang der Einsätze innerhalb der Kernstadt und der angeschlossenen Ortschaften. Statt 115-mal wie im Jahre 2007 mussten die Blauröcke im Vorjahr nur 72-mal ausrücken. In zehn Fällen handelte es sich dabei noch um einen Fehlalarm. Schaper bedankte sich beim Förderverein der Vehlener Wehr, der eine beachtliche Summe zum neuen Löschfahrzeug beigesteuert hat.
Bürgermeister Oliver Schäfer freute sich über die große Anteilnahme der Einwohnerschaft an der Einweihung des neuen Wagens. Er forderte von allen Wehren der Stadt eine stärkere Beteiligung an den Stadtwettbewerben ein und will jedes Jahr einen neuen Pokal für das Siegerteam stiften sowie „noch etwas dabei legen“.
„Unsere Feuerwehr stand eine Weile auf dem Spiel“, schilderte Ortsbürgermeister Werner Harder rückblickend die Situation um die Nachfolgelösung für den alten Vehlener Löschwagen mit der damit verbundenen Wartezeit von insgesamt neun Jahren.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Rainer Kuhlmann dankte der Ortsfeuerwehr für ihre engagierte Mitarbeit in der Umweltschutzeinheit. Durch die Nähe des Atomkraftwerkes Grohnde und durch die Autobahn gebe es genügend Gefahrenmomente. Hinsichtlich der zentralen Leitstelle befürwortete er die Zusammenarbeit zwischen Schaumburg und Nienburg. Sie sollte ihren Sitz in Stadthagen haben.

Ortsbrandmeister Christoph Schuster und sein Stellvertreter Helmut Lübking bedanken sich mit dem Bild eines Vehlener Löschfahrzeuges bei ihren Vorgängern Michael Hanke und Andreas Busche für ihre erfolgreiche Führungsarbeit. Foto: sig