News 2007

SN   21.12.07   Geld für die Orte

Obernkirchen. Erwartungsgemäß hat der Stadtrat in seiner siebten und letzten Sitzung des Jahres 2007 beschlossen, den Ortschaften die restlichen Mittel aus diversen Budgets zu übertragen. Insgesamt geht es um 18 111 Euro und 57 Cent, die an Restbeständen noch vorhanden sind. Gut die Hälfte erhält der Ortsrat Gelldorf, die für einen Wirtschaftsweg nach Südhorsten vorgesehen ist. In Krainhagen möchte der Ortsrat die Gelder für den Spielplatz „Am Hackenberg“ nutzen. In Vehlen sollen die Mängel im Bereich der Bürgersteige, Wege und Gräben, die bei der Begehung festgestellt und noch nicht abgearbeitet wurden, verwendet werden. Aus Röhrkasten hatte Ortsvorsteher Kar-Heinz Struckmeier keine Wünsche geäußert. Wie Bürgermeister Oliver Schäfer mitteilte, hat der Verwaltungsausschuss in seiner letzten Sitzung beschlossen, in den nächsten Haushalt 2000 Euro für den Schulfonds einzustellen. Den so sehnlichst ersehnten Schlussstrich zog Schäfer für die Beschaffung des Feuerwehrfahrzeuges StLF 10/6 für die Ortswehr Vehlen. Der Auftrag sei erteilt worden, der dafür vorgesehene Tagesordnungspunkt könne daher gestrichen werden. Selten flogen die zustimmenden Hände der Ratsmitglieder schneller in die Höhe. rnk

StlF6_MAN_Ziegler

Endlich!!! Die Ersatzbeschaffung für das fast 38 Jahre alte LF8 S der Ortswehr Vehlen ist in die Wege geleitet. Die Lieferung eines StLF 10/6(StaffelLöschfahrzeug mit 600 l Wasservorrat) ist durch die Stadt Obernkirchen beauftragt worden. Das Fahrzeug wird ein MAN-Fahrgestell nutzen und der Aufbau wird durch die Firma Ziegler ausgeführt. Das Fahrzeug hat ein zul. Gesamtgewicht von 7,49 to. Im Bild ist als Beispiel ein Fahrzeug mit den Komponenten MAN Fahrgestell und Aufbau Ziegler zu sehen.   Text:AH

SN   23.11.07   Mehr Geld für neues Fahrzeug

Obernkirchen. Auch der überplanmäßigen Ausgabe von 12 500 Euro für die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für die Vehlener Ortsfeuerwehr hat der Stadtrat einstimmig zugestimmt. Im Haushalt 2007 war ursprünglich ein Betrag in Höhe von 95 000 Euro für dieses Fahrzeug vorgesehen. Eine Ausschreibung mit den gewünschten Kriterien wurde vorgenommen, brachte jedoch kein zufriedenstellendes Ergebnis, da die bereitgestellten Mittel zu gering kalkuliert waren und nicht bedacht worden ist, dass solch ein Fahrzeug nicht die gewünschte Tragkraftspritze beinhaltet. Der Förderverein der Vehlener Feuerwehr will nun 10 000 Euro zur Verfügung stellen. Eine neue Fahrzeugausschreibung ist am Dienstag vorgenommen worden. clb

SN   15.11.07   „Damit wir beim Preisskat nicht verkloppt werden“

Obernkirchen. Spätestens bis Heiligabend soll der Auftrag für das lange diskutierte Feuerwehrfahrzeug für die Ortswehr Vehlen erteilt sein. Über den Stand der Dinge wurde der Fachausschuss kürzlich informiert.
So gab es nach der Ausschreibung Mitte August neue Probleme. Ausgeschrieben wurde ein TSF-W mit einem Gesamtgewicht von 7490 Kilo und einer fest eingebauten Pumpe. Diese Ausschreibung brachte kein zu wertendes Angebot: Entweder wurden die technischen Vorgaben nicht eingehalten, war das Angebot nicht vollständig oder es wurde von einem nicht unmittelbar aufgeforderten Bieter eingereicht. Zudem hat die durchgeführte beschränkte Ausschreibung ergeben, dass die bereitgestellten Haushaltsmittel zu gering kalkuliert wurden. Es wurde nicht berücksichtigt, dass ein TSF-W keine Tragkraftspritze beinhaltet. Da in Obernkirchen keine Tragkraftspritze vorhanden ist, die verwendet werden kann, müsste sie also zusätzlich beschafft werden, um ein funktionsfähiges Fahrzeug zu erhalten. Das kostet 12 500 Euro mehr. Im Ausschuss gab es keine Gegenstimmen, nur Hoffnung, dass Weihnachten das Thema endlich vom Tisch ist. Martin Schulze-Elvert (CDU): „Damit wir beim Preisskat nicht verkloppt werden.“ rnk

SN  21.08.07 Neues Löschfahrzeug für Vehlen kostet deutlich mehr als geplant

Ausschreibung der Stadt liegt beim Rechnungsprüfungsamt

Vehlen. Die Stadt Obernkirchen hat dem Rechnungsprüfungsamt des Landkreises die Ausschreibungsunterlagen für das geplante neue Fahrzeug vorgelegt, das die Vehlener Wehr erhalten soll. Ein entsprechender Ratsbeschluss ist erfolgt, nachdem auch der Fachausschuss für Ordnung und Feuerwehrwesen grünes Licht gegeben hatte. 95 000 Euro waren für die Anschaffung ursprünglich veranschlagt. Unter anderem hat die Erhöhung der Mehrwertsteuer mit dazu beigetragen, dass man vermutlich bei einer Ausgabe in Höhe von 105 000 Euro landen wird.
Sobald die Prüfer des Kreises ihre Arbeit abgeschlossen haben, will der zuständige Fachbereichsleiter Bernhard Watermann den Versand der Ausschreibung veranlassen. Fünf deutsche Firmen werden gebeten, ihre Angebote abzugeben. Die Kaufentscheidung soll dann so schnell wie möglich erfolgen, damit sich die Anschaffung nicht noch weiter verzögert.
In diesem Jahr ist ohnehin nicht mehr mit einer Auslieferung zu rechnen. Stadtbrandmeister Rolf Schaper kalkuliert eine Wartefrist von neun bis zwölf Monaten. Vehlens Wehrführer Michael Hanke hofft auf das kommende Frühjahr. Bis dahin muss das 37 Jahre alte LF 8 noch durchhalten, das in der Vehlener Fahrzeughalle steht. Ersetzt werden soll er durch ein Tragkraftspritzen-Fahrzeug (TSF-W), ein Siebeneinhalbtonner mit einem Zusatztank für 750 Liter Löschwasser. Die Beladung entspricht der des LF 8. Gefahren werden kann dieser Wagen mit dem alten Führerschein der Klasse III oder mit dem neuen der Kategorie C 1. Im Gegensatz zum LF 8 transportiert der TSF-W neben dem Gruppenführer eine fünfköpfige Mannschaft, also drei Feuerwehrleute weniger.
„Wir haben lange genug gewartet und hoffen, dass es nach der Ausschreibung so schnell wie möglich geht“, erklärte Ortsbrandmeister Michael Hanke. Fünf deutsche Anbieter kommen für die Lieferung in Frage. Zur Ausrüstung des Fahrzeuges gehören auch ein Front-Lichtmast, eine manuell drehbare Lichtbrücke und ein Stromerzeuger. Stadtbrandmeister Rolf Schaper informierte darüber, dass bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Ordnung und Feuerwehrwesen im Oktober auch ein neuer Einsatzleitwagen vorgestellt werden soll, dessen Anschaffung für den Zeitraum 2008/9 vorgesehen ist. Dieses Fahrzeug wird bei der Obernkirchener Wehr stationiert. Sig

SN   16.07.07   Farblicher Ausnahmezustand

Rot dominiert das Oldtimertreffen historischer Feuerwehrfahrzeuge

Wohl selten zuvor hat die Bückeburger Innenstadt so viel Rot auf einmal gesehen wie am zurückliegenden Sonnabend. Hintergrund des farblichen Ausnahmezustands war das vom Verein zur Erhaltung historischer Feuerwehrfahrzeuge Bückeburg organisierte Treffen geschichtsbeladener Löschgefährte. Etwa 70 Oldtimer, mehr als 100 Jahre alte wie hochmoderne gleichermaßen, konnte das interessierte Publikum bestaunen. „Ich glaube, das Ergebnis ist ganz gut“, stellte der Vorsitzende des Vereins, Karl-Heinz Driftmann, zufrieden und zu Recht fest.
Bückeburg. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand das 50 Jahre alte „Schätzchen“ der Bückeburger. Der auf den Namen „Loewe“ getaufte Daimler-Benz war in den vergangenen Jahren viel unterwegs gewesen. „Jetzt haben wir sozusagen zum Geburtstag des ‚Loewen‘ unsere bisherigen Gastgeber in die ehemalige Residenzstadt eingeladen“, erläuterte der Vorsitzende.
Die Besucher reisten zum Teil aus beträchtlichen Entfernungen an. Hamburg, Ostfriesland und den Oberharz nannte Driftmann als Beispiele. Dass zwei der betagten Autos (eines aus Oldenburg und eines aus Clausthal-Zellerfeld) auf der Anreise schlappmachten, fiel nicht besonders auf. „Es gab reichlich Ersatz. Wir haben noch zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn Anmeldungen erhalten, mit denen wir nicht gerechnet hatten“, betonte Vereinschef Driftmann.
Das Treffen ging nicht nur als reine Zurschaustellung über die Bühne. Die Organisatoren boten auf dem Marktplatz eine Zeitreise durch mehr als 100 Jahre Feuerwehrgeschichte. Dabei präsentierten die Moderatoren Wolfram Hesseling und Ralf Panzke Fahrzeuge und Technik nach Zeitabschnitten geordnet. Zum Auftakt standen Lösch- und Rettungsgeräte aus dem Abschnitt 1890 bis 1920 auf dem Programm. Im Anschluss an einen Löschzug aus der Zeit von 1930 bis 1950 und moderne Werksfeuerwehren wurden Autos des Technischen Hilfswerks (THW) und des Rettungsdienstes DRK präsentiert. Zum Abschluss verdeutlichten zwei Züge im Vergleich den Wandel innerhalb der vergangenen vier Jahrzehnte, zeigten Kameraden aus dem Harz einen aus drei „Mercedes“-Langhauben bestehenden Zug und vermittelten Sonderfahrzeuge Einblicke in die vielfältigen Aufgabenstellungen der Feuerwehr.
Balanceleiter von 1890
Eines der ältesten Ausstellungsstücke war eine hölzerne Balanceleiter von 1890, die ihre in Verden wohnenden Restauratoren in Traditionskleidung vorstellten. Ebenfalls sehenswert: Ein aus Hamburg angereister „Opel“-Blitz (Baujahr 1944) mit einem Aufbau aus Presspappe und als ältestes Auto der Show eine „Magirus“-Drehleiter (Jahrgang 1935) sowie ein vom DRK gezeigtes Borgward-Fernmeldefahrzeug und ein Mercedes-Küchenwagen. Ein Souvenir-Stand, Erinnerungsplaketten und ein von Feuerwehr- und THW-Jugend gemeinsam gestaltetes Kinderprogramm rundeten die Veranstaltung ab. Außer DRK und THW trug der Arbeiter-Samariter-Bund dazu bei, dass die Rotfärbung der Innenstadt nicht überhand nahm. bus

SN   14.07.07   Nagelneu oder günstig und gebraucht?

Mit 37 Jahren zu alt: Ortswehr Vehlen sucht neues Fahrzeug / Profil ausschreiben

In der Sitzung des Ausschusses für Ordnungs- und Feuerwehrwesen hat am Donnerstagabend die Beschaffung eines neuen TSF-W-Fahrzeuges (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank) für die Ortsfeuerwehr Vehlen im Mittelpunkt gestanden. Diskutiert wurde vor allem über die Frage, ob ein Vorführ- oder ein Neufahrzeug angeschafft werden soll.
Obernkirchen.
Da das derzeitige Fahrzeug der Vehlener Wehr mit seinen 37 Jahren definitiv zu alt für einen weiteren Gebrauch sei, habe es in der Vergangenheit bereits Gespräche zwischen Feuerwehr und Verwaltung bezüglich eines neuen Wagens gegeben, erläuterte Bernhard Watermann, stellvertretender Stadtdierektor. Die Feuerwehrmitglieder hätten bereits ein Profil für das von ihnen gewünschte TSF-W-Fahrzeug zusammengestellt. 95 000 Euro seien im Haushalt eingeplant worden, der Landkreis stelle Zuschüsse in Höhe von 15 000 Euro zur Verfügung.
Das TSF-W-Fahrzeug von der Samtgemeinde Eilsen, das Gemeindebrandmeister Hartmut Krause den Anwesenden im Rahmen der Sitzung vorstellte (150 PS, sieben Tonnen schwer, Zuladungsmöglichkeiten von 490 Kilogramm, Tankauslastung mit 750 Litern) entsprach jedoch nicht ganz den Wünschen der Vehlener Ortsfeuerwehr, die sich ein individuell angepasstes Fahrzeug wünscht, an dem auch kleine Änderungen vorgenommen werden können.
Werner Harder (SPD) betonte, dass in erster Linie ein Neufahrzeug in Frage komme, es sei denn, es stehe ein erheblich billigeres Vorführfahrzeug zur Verfügung. Zudem halte er es für wichtig, dass sich der Fahrzeughersteller in möglichst naher Umgebung zur Bergstadt befinde. „Die Nähe zu der Firma Schlingmann (die in Dissen bei Osnabrück ansässig ist) ist so gesehen optimal“, machte Harder deutlich.
Watermann schlug vor, das alte Fahrzeug der Vehlener Wehr zu verkaufen und das Geld (etwa 2000 bis 3000 Euro) in das neue Auto zu investieren – auch, um den Förderverein zu entlasten.
Stadtbrandmeister Rolf Schaper plädierte dafür, sich für ein Fahrzeug zu entscheiden, dass bereits über eine fest eingebaute Pumpe verfüge – um Kosten sowie Arbeitsaufwände zu vermeiden.
Letztlich einigten sich die Mitglieder einstimmig darauf, das Fahrzeugprofil auszuschreiben, das alte Feuerwehr-Fahrzeug zu verkaufen sowie das Geld aus dem Verkauf für das neue Auto zu verwenden. clb

SN   06.07.07   Fachausschuss besichtigt Fahrzeug

Obernkirchen. Am Donnerstag, 12. Juli, tagt ab 17 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Obernkirchen der Ausschuss für Ordnungs- und Feuerwehrwesen. Im Mittelpunkt steht die Besichtigung eines TSF-W-Fahrzeuges auf dem Gelände der Ortsfeuerwehr. Über die Beschaffung eines TSF-W für die Ortsfeuerwehr Vehlen gibt es einen Sachstandsbericht. Es folgt ein Erfahrungsbericht über die Überwachungsmaßnahmen im ruhenden Verkehr und der Erlass einer Markt- und Gebührensatzung für den Wochenmarkt. r

SN   06.07.07   Der fliegende Engel

Hannover bekommt mit „Christoph 4“ einen neuen Rettungshubschrauber

Von Felix Harbart
Der Star, das wussten alle damals, war Christoph. Mochte Liedermacher Reinhard Mey seiner Hommage an die Rettungsfliegerei auch den Titel „Golf November“ gegeben haben, Meys Geschichte war die von Christoph 4 aus Hannover. Dessen Besatzung hatte an einem Vorweihnachtstag einen kleinen Jungen aus dem Eis des Steinhuder Meeres geborgen – und sein Leben gerettet. Für Mey der dramatische Stoff für einen Song, für Christoph eine Alltagsgeschichte. Rund 1500-mal im Jahr ist der Rettungshubschrauber im Einsatz über Niedersachsen, fast immer geht es um Leben und Tod. „3000 Stunden auf dem Bock und immer noch der gleiche Schock“, dichtete Mey, „den hilft keine Gewohnheit überwinden.“
Volker Hubrich war dabei damals, er hat den leblosen Körper aus dem Steinhuder Meer gezogen. „Doch, man gewöhnt sich“, sagt der Leitende Rettungsassistent der Johanniter Unfall-Hilfe und lächelt. Wichtig sei eben, dass man sich voll einsetze. „Ob ich dann zur Rettung komme oder jemand anderes, ist dann egal.“ Wie auch immer, Hubrich und seine Kollegen werden weiter kommen, und zwar in Zukunft noch schneller als bisher. Gestern übergab das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vor dem hannoverschen Rathaus die vierte und damit neueste Generation des Rettungshubschraubers an Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann – und brachte Hubrich damit zum Strahlen. Denn: „Der neue kann einfach alles besser.“
1972 hatte der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher den ersten Christoph 4 in Dienst gestellt, 50 000 Einsätze haben die Crews seither geflogen. Für Gunter Carloff, Leiter der Fliegergruppe der Bundespolizei, ist der neueste Christoph vom Typ EC 135 T2i „einer der besten Rettungshubschrauber der Welt“. Schneller, leiser und leichter als je, mit mehr Platz und hochmodernem Equipment an Bord soll er helfen, noch häufiger den Wettlauf gegen den Tod zu gewinnen. Ein neues Navigationssystem versetzt den Hubschrauber in die Lage, auf die Hausnummer genau ein Ziel anzufliegen. „Damit sparen wir natürlich Zeit“, sagt Hubrich.
Neuartige Antikollisions- und Hinderniswarnsysteme zeigen auch Hochspannungsleitungen und Windräder an – Hindernisse, die oft nur schlecht zu sehen sind. Medizinische Daten werden kabellos per Bluetooth übermittelt, was lästigen Kabelsalat im Helikopter vermeiden hilft und natürlich Zeit spart. 5,5 Millionen Euro kostet der neue Christoph 4 – Innenminister Schünemann konstatierte das gelassen. „Ich freue mich, dass wir das Geld heute gut angelegt haben.“
Dabei ist Christoph 4 nicht nur ein Rettungswunder – nach Ansicht Carloffs ist er auch ein „Verwaltungswunder“: Betreiber von Christoph ist die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), die die Rettungscrew stellt. Die Ärzte stammen aus dem unfallchirurgischen Pool der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), die Piloten stellt die Bundespolizei. Geleast hat ihn der Bund, der ihn dem Land Niedersachsen übergibt. „Es sind so viele Stellen beteiligt, dass es ein Wunder ist, dass er in die Luft geht“, sagt Carloff.
Überhaupt schwankte der Ton bei der feierlichen Übergabe im Rathaus zwischen Heiterkeit und Rührung. Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, stellte klar, dass Christoph nicht seinetwegen Christoph heiße. Prof. Christian Krettek, Direktor der Unfallchirurgischen Klinik der MHH, erinnerte sich daran, wie sein Pilot vor Jahrzehnten weit heruntergehen musste, um das Ortsschild erkennen zu können – was der neueste Christoph nicht mehr muss. Und dann erinnerte Thomas Mähnert, Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, noch einmal an den Kern der Veranstaltung: „Wir reden hier von vielen Tausend geretteten Kinderleben. Und wir danken allen Beteiligten, dass diese Kinderherzen nicht aufgehört haben zu schlagen.“

SN   19.03.07   „After Work Party“ bei Heeresfliegern

Dankeschön für zivile Helfer

Bückeburg. Nachdem der „Tag der Heeresflieger“ am 9. September 2006 nicht zuletzt dank des guten Wetters ein voller Erfolg geworden war, hatte die Leitung den eingesetzten zivilen Helfern als Dankeschön einen Abend auf dem Achumer Flugplatz versprochen.
Nach sechs Monaten wurde dieses Versprechen nun eingelöst. Und so trafen sich nach Beendigung des Tagesdienstes 155 Angehörige der Feuerwehren, des Roten Kreuzes, der Polizei und des Technischen Hilfswerkes im Lehrsaal Bückeburg, um den Flugtag noch einmal im Vortrag und an der Leinwand zu erleben. Dargestellt wurde das Event vom Lehrgruppenkommandeur A, Oberstleutnant Hermann Grube.
Geselliges Klönen
Anschließend ging es gruppenweise zum Mitflug in den Simulator, zum gemeinsamen Abendessen, in den Tower und zu einer Präsentation über die Hubschrauberführergrundausbildung und Gebirgsflug, bevor man sich noch einmal zum geselligen Klönen traf. Die Beurteilung: Ein spätes, aber eindrucksvolles Dankeschön, war der Tenor der Teilnehmer. wop

SN   24.02.07   10 000 Euro für Feuerwehren

Motorsägenkurse können finanziert werden

Obernkirchen. Der Antrag des Ratsherrn Dirk Rodenbeck im Namen der CDU/WGO-Fraktion auf weitere Finanzmittel für die Obernkirchener Feuerwehren ist in der Ratssitzung am Mittwochabend zwar genehmigt worden, jedoch nicht in der beantragten Höhe von 25 000 Euro. Zur Verfügung gestellt werden aber 10 000 Euro.
Dank dieser Mittel könnten die Feuerwehrleute nun eine spezielle Ausbildung absolvieren, die notwendig ist, um Motorsägen zu bedienen, erklärt Stadtbrandmeister Rolf Schaper. Eine neue Verordnung sei in Kraft getreten, die besagt, dass jetzt zwei der so genannten Module notwendig seien, um Motorsägen offiziell betätigen zu dürfen, so Schaper weiter. Und deshalb sollen jetzt von jeder Ortswehr etwa zehn Mitglieder an dem eintägigen Lehrgang am 23. März in der zweiten Modulprüfung ausgebildet werden.
Auch Gelldorfs Ortsbrandmeister Bernhard Gläser, der noch bis zum 31. März im Amt ist, freut sich über die Haushaltsmittel für die Obernkirchener Wehren und betont noch einmal die Notwendigkeit von gut ausgebildeten Feuerwehrkräften: „Eine völlig chaotische Situation hatten wir ja beim Orkan ,Kyrill‘. Dort waren wir mit zwei Motorsägen im Einsatz – und nur drei Kräfte durften sie bedienen.“ Ausgereicht hätte die Drei-Mann-Truppe zwar, aber im Ernstfall wäre es problematisch geworden, so Gläser. Deshalb sei es wichtig, immer „Leute in Reserve“ zu haben, die über diese Motorsägen-Erlaubnis verfügen.
„Die Preise liegen bei 50 Euro pro Person und pro Modul und können von den 10 000 Euro gut finanziert werden“, freut sich Stadtbrandmeister Schaper. „Und von dem restlichen Geld werden neue Sägen angeschafft.“ clb

SN   24.01.07  Streichkonzert im Ausschuss

Schuldenberg soll nicht weiter wachsen / Etatplan um 1,2 Millionen gekürzt

Eigentlich sieht es für die Bergstadt finanziell gar nicht so schlecht aus für das Jahr 2007. Zumindest die Gewerbesteuereinnahmen sprudeln voraussichtlich kräftiger als im Vorjahr, und auch die Schlüsselzuweisungen werden ein ganz anderes Volumen erreichen. Aber große Sprünge kann man sich dennoch nicht erlauben. Das veranlasste Stadtdirektor Wilhelm Mevert, den Ratsmitgliedern jetzt einen deutlich abgespeckten Vermögenshaushalt vorzulegen.
Obernkirchen. „Wenn wir alle Wünsche der Fachbereiche realisieren wollen, müssten wir Darlehen in einer Größenordnung von 1,7 Millionen Euro aufnehmen“, erklärte Stadtkämmerer Wolfgang Seele während der Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Organisation und Personal am Montagabend. Angesichts des notwendigen Konsolidierungskurses dürfte der Kreis jedoch bestenfalls Kredite bis zur Höhe der Tilgungsleistungen genehmigen, und das sind 570 000 Euro.
Für Bürgermeister Horst Sassenberg (CDU) heißt damit die nüchterne und ernüchternde Konsequenz: „Wir müssen 1,2 Millionen Euro einsparen, um auf das vom Stadtdirektor vorgegebene Ausgabenvolumen im Vermögenshaushalt zu kommen.“ Dessen Kürzungsvorschläge lösten bei den Ausschussmitgliedern zwar keine Freude aus, erschienen aber nachvollziehbar.
Weitgehend Übereinstimmung herrscht offensichtlich darüber, dass zwar die Mittel für den Erwerb eines neuen Löschfahrzeuges für die Vehlener Wehr bereitgestellt werden, der für Obernkirchen geplante Einsatzleitwagen dürfte aber zumindest noch ein weiteres Jahr auf sich warten lassen.
Der dickste Brocken der Streichliste ist die Sanierung der Straße Am Hackenberg in der Ortschaft Krainhagen. Diese hat bereits etliche tiefe Schlaglöcher, die in der Zwischenzeit zumindest provisorisch gefüllt werden sollten. Zu dieser Einsparung in Höhe von 350 000 Euro kommen weitere 320 000 Euro für das schon seit Jahren geplante Regenrückhaltebecken am Schwarzen Weg.
Nachdem auch bereits beim Gelldorfer Ortsrat Klarheit darüber herrschte, dass der nach Südhorsten führende Wirtschaftsweg nicht für einen Betrag von 103 000 Euro ausgebaut wird, können dort 93 000 Euro eingespart werden. Der Verwaltungschef schlägt 10 000 Euro für die notwendigsten Reparaturen vor. Nichts wird damit vorerst auch aus dem Verbindungsweg zwischen der Neumarktstraße und dem Bornemannplatz. Damit entfallen weitere rund 41 000 Euro.
Nicht mehr aufgeschoben werden soll die restliche Sanierung des Regenwasserkanals im Schwarzen Weg, wo bei Kontrollaufnahmen mit einer unterirdisch arbeitenden Kamera mehrere Bruchstellen festgestellt wurden. Das geschieht auch, um Überschwemmungsgefahren im Bereich der Rintelner Straße zu mindern.
Rückbaumaßnahmen sind im Wasserpark Bombeeke geplant. Dabei soll es bleiben. Aufwendungen für den Entlastungsgraben der Beeke zur Aue sind noch nicht vorgesehen. Planungskosten werden jedoch bereits anfallen. Weitere 30 000 Euro sollen generell für die Verbesserung des Hochwasserschutzes bereitgestellt werden.
Festgehalten wird jedoch an dem bisher bewährten Ziel, in jedem Jahr wenigstens einen Spielplatz zu sanieren. Zunächst ist die Anlage am Stiftswald an der Reihe. Die neuen Geräte lagern bereits im Bauhof. Im nächsten Jahr folgt der Vehlener Spielplatz am Weidkamp.
Die mit Brandschutzmaßnahmen verbundenen Umbauten im Rathaus, das unter anderem ein Bürgerbüro mit verlängerten Öffnungszeiten erhalten soll, hat der Verwaltungschef für dieses Jahr zunächst auf 300 000 Euro heruntergerechnet. Für weitere 267 800 Euro ist eine Verpflichtungsermächtigung vorgesehen. sig

SZ   10.01.07   Neues Löschfahrzeug - nach 37 langen Jahren

Ab 2007 soll außerdem ein neuer Einsatzleitwagen in Obernkirchen stationiert werden

Obernkirchen (sig). Es hat in der jüngeren Vergangenheit nicht viel Anlass für das Stadtkommando der Feuerwehren gegeben, sich zum Jahreswechsel auf die nächsten zwölf Monate zu freuen. In zahlreichen Sitzungen und Besprechungen ging es um das "Eingemachte". Damit ist schlicht und einfach der Fortbestand aller fünf Ortswehren gemeint. Hinter dem Begriff "Strukturreform" verbarg sich mehr als nur die Suche nach Einspareffekten. 2007 sieht es jedoch heller am Horizont aus. Zwei größere Investitionen sollen die Qualität der Fahrzeugflotte verbessern.

Sollte der Rat das beschließen, was die Planungen vorsehen, dann könnte in Vehlen ein Löschwagen seinen Dienst beenden, der stolze 37 Jahre auf dem Buckel hat.

Nach einer so langen Lebensdauer geht das schwere LF8/S verdient in den Ruhestand. An ihm ist so manche Stunde gearbeitet worden, um ihn flott zu halten. Ersetzt werden soll das fast schon historische Gefährt durch ein TSF/W. Dahinter verbirgt sich ein Löschfahrzeug mit Tragkraftspritze und mit einem 600 Liter umfassenden Wassertank.

Über die weitere Ausstattung des Wagens muss noch gesprochen werden. Da ist der Rat der Fachleute gefragt. Gerechnet wird mit einem Kostenaufwand in Höhe von 95 500 Euro. Der erwartete Zuschuss vom Landkreis dürfte bei 15 000 Euro liegen.

Bei dem zweiten Fahrzeug, das im kurzfristigen Investitionsplan enthalten ist, handelt es sich um einen Einsatzleitwagen (ELW) für die Obernkirchener Feuerwehr. Diese Anschaffung war mit dem Kreis vereinbart worden, nachdem dieser in der Bergstadt einen Gefahrengut-Gerätewagen stationiert hatte. "Wir benötigen bei Einsätzen ein Leitfahrzeug, das eine umfassende elektronische Ausstattung enthält; dazu gehören moderne Funkanlagen, Computer, Fax und andere Geräte", erklärte dazu Stadtbrandmeister Rolf Schaper beider Sitzung des Ausschusses für Ordnungs- und Feuerwehrwesen. Zu dieser Anschaffung, die bei 80 000 Euro liegen dürfte, steuert der Kreis voraussichtlich 18 000 Euro bei. Der bisher verwendete Einsatzleitwagen landet jedoch keineswegs auf dem Schrott. Weil ein anderer Mannschaftstransporter ausgedient hat, wird er dessen Funktionübernehmen.

Man darf davon ausgehen, dass es allerdings längere Zeit dauern wird, bis nach den im Februar anstehenden Entscheidungen des Rates die neuen Fahrzeuge zur Verfügung stehen. "Die Hersteller haben zurzeit volle Auftragslisten", schilderte der Stadtbrandmeister die Situation.

Wenn die bestellten Wagen eintreffen, ist ein wichtiger Schritt in Richtung zu einem verbesserten Brandschutz gemacht.

Eine weitere wichtige Aufgabe bleibt aber noch zu lösen; das ist die Personalfrage. "Wir haben in Obernkirchen nicht mehr ein genügendes Angebot an Arbeitsplätzen; deshalb verlegen etliche junge Menschen ihren Lebensmittelpunkt in andere größere Städte, und die fehlen dann unserem Aktivenstamm", beklagte sich Schaper. Aus diesem Grund ist dieFrage möglicher Zusammenschlüsse nicht völlig vom Tisch.

Schon die nahe Zukunft wird zeigen, ob die Jugendarbeit der heimischen Wehren allein ausreicht, um den Personalbedarf zu sichern.

© Schaumburger Zeitung, 10.01.2007