News 2008

SN   03.11.08   „Überhaupt: Es ist nicht finanzierbar“

Normalerweise bleiben die Mitglieder der Feuerwehr bei der symbolträchtigen Schlüsselübergabe für ein neues Fahrzeug unter sich. Normalerweise. Aber nicht in Vehlen: Sehr viele Dorfbewohner waren am Freitagabend dabei, als Stadtbrandmeister Rolf Schaper das neue Staffellöschfahrzeug übergab. Vielleicht wollten sie sich davon überzeugen, dass es wirklich soweit war.

Vehlen. Gewartet hat die Feuerwehr Vehlen auf diesen Tag lange. Sehr lange, wie Schaper unterstrich, der von vielen langen schlaflosen Nächten sprach, während Ortsbürgermeister Werner Harder von den vielen Haaren erzählte, die er über den Kampf um das neue Fahrzeug verloren habe, von den vielen begleitenden Nackenschlägen gar nicht zu reden. Schaper sprach von acht Jahren „Vorbereitungsphase“ (andere Redner nannten gar neun Jahre), bis das Löschfahrzeug endlich auf dem Hof der Vehlener Feuerwehr stand. 180 PS stark ist es, was man am Berge schon deutlich merke, meinte Schaper. Dazu kommt eine Pumpenleistung von 1000 Litern in der Minute, ein Wassertankinhalt von 750 Litern, zwei Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum, damit die Mitglieder sich schon während der Anfahrt zum Einsatzort ausrüsten können, ein Lichtmast mit 1000 Watt, ein nicht rostender und gewichtssparender Aufbau aus Aluminium, eine festeingebaute Pumpe und Platz für sechs Mitglieder, die Staffel eben – wenn Starkregen und Stürme in unserer Region zunehmen würden, dann bräuchte auch die Wehr ein modernes und gut ausgerüstetes Fahrzeug, betonte Schaper. Friedemann Schuster vom Förderverein der Feuerwehr verwies auf die lange Vorgeschichte: Trotz vieler Bemühungen habe man keine Bezuschussung für das Löschgruppenfahrzeug erhalten, daher habe man anhand von Leistungsmerkmalen das jetzt ausgelieferte Staffellöschfahrzeug auf die konkreten Bedürfnisse der Wehr Vehlen zugeschnitten. Man besitze nun ein Fahrzeug, das den Anforderungen an eine den örtlichen Verhältnissen moderne Gefahrenabwehr gerecht werde. Danach sah es lange nicht aus. Neben der fehlenden Finanzierung gab es zahlreiche zusätzliche Bedenken, sagte Schuster. Das hörte sich dann immer so an: „Das Fahrzeug gibt es noch gar nicht, es ist nicht in der Norm, es ist sowieso zu groß und überhaupt: Es ist nicht finanzierbar.“ Die sich aus dem Anforderungsprofil ergebenden Wünsche für eine zusätzliche Ausrüstung hätten den finanziellen Rahmen gesprengt, sodass auf der einen Seite der Rat der Stadt den Ansatz erhöhte und gleichzeitig durch den Förderverein ein Zuschuss eingebracht werden konnte, sagte Schuster. „Förderverein, Feuerwehr mit aktiven und passiven Mitgliedern sowie die Bürger haben – jeder nach seinen Möglichkeiten – dazu beigetragen, einen fünfstelligen Betrag aufzubringen.“ 115 000 Euro habe man investiert, ergänzte Bürgermeister Oliver Schäfer: „Moderne Feuerwehrtechnik ist nun einmal sehr kostspielig.“ Und: „Zugegeben, das alte Fahrzeug hatte schon 38 Jahre auf dem Buckel.“ Dass die Mittel über den Landkreis aus der Feuerwehrschutzsteuer immer weniger werden würden, hatte zuvor Stadtbrandmeister Schaper beklagt. Ortsbürgermeister Harder verwies auf einen anderen Aspekt: Mit dem neuen Fahrzeug erhalte auch die Motivation einen deutlichen Schub. Harder blickte bei diesen Worten auf die erste Reihe der angetretenen Wehr, in der der Nachwuchs stand. sig

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SN   31.05.08   „Keiner hat Zeit und Leute“

Stadtbrandmeister zieht Zwischenbilanz

Zu 15 Einsätzen musste die Feuerwehr in diesem Jahr ausrücken, darunter drei Kleinbrände und neun Brandsicherungswachen. Das teilte Stadtbrandmeister Rolf Schaper dem Ausschuss für Ordnungs- und Feuerwehrwesen mit. In den Blickpunkt rückte Schaper aber andere Themen – so die Frage, in welchem Zustand sich die sechs öffentlichen Wasserentnahmestellen befinden.
Obernkirchen.
Schaper hatte bei seiner Besichtigungstour zwar festgestellt, dass am Ziegeleiweg nur zwei der drei fest installierten Saugrohre in Ordnung waren, aber bei einer Saugleistung von 600 Litern könne von einem „guten Zustand“ gesprochen werden. Das gelte auch für den Teich an der Langen Straße: Zwei von drei Rohren seien in Ordnung. Auf der Papenburg habe man den Weg frei schneiden müssen, am Marktkauf seien die Karpfenteiche „tipptopp“ gewesen.
Dass man den Hohlbehälter am Höheweg vor drei Jahren saniert habe, sei rückblickend „in Ordnung“ gewesen. Am Ameisenteich habe man jetzt eine neue Zufahrt für die Wehr: Die Forst hat sich darum gekümmert. Das habe durchaus seine Zeit gebraucht, meinte Schaper. „Keiner hat Zeit, keiner hat Leute.“ Notwendig sei die neue Zufahrt durchaus, schließlich habe man über Pfingsten in manchen Gebieten Norddeutschlands schon die oberste Stufe der Waldbrandgefahr ausgerufen.
Das neue Fahrzeug für Krainhagen wird ausgeschrieben, die Auslieferung des neuen Fahrzeuges für die Wehr Vehlen verzögert sich, teilte Schaper anschließend mit: „MAN hat Probleme mit dem Stahl.“ Das alte Fahrzeug ist am 30. Juni „abgängig“ – Schaper will es dem TÜV nicht erneut vorführen. „Das wären nur unnötige Kosten.“
Einen Käufer hat man für das Altfahrzeug schon gefunden, teilte Ausschussvorsitzender Werner Harder (SPD) mit. Das eingenommene Geld kommt der Wehr zugute, was nicht nur Dirk Rodenbeck (CDU) völlig in Ordnung fand: „Die Kameraden haben massiv dazu beigetragen, dass das Fahrzeug so lange so gut in Schuss war. Das passt schon.“
Eine Formalie, die einen Tag später im Ortsrat Vehlen bestätigt wurde, wurde ebenfalls beschlossen. Christoph Schuster wurde einstimmig für die Dauer von sechs Jahren zum Ortsbrandmeister von Vehlen ernannt. Er folgt damit Michael Hanke, dessen Amtsperiode am 30. September endet. Auch beim Stellvertreter gab es nur Zustimmungen. Andreas Busche gibt das Amt zum 30. September ab: Helmut Lübking soll es die nächsten sechs Jahre ausüben.
Die Stadtwettbewerbe finden am 13. Juni ab 18 Uhr statt. Einen Tag später messen sich ab 14 Uhr die Jugendwehren. Es wäre schön, wenn die Politiker vorbeischauen würden, meinte Schaper. rnk

SN   30.05.08   Kinderfeuerwehr soll den Nachwuchs sichern

Von sechs bis zwölf Jahren / Die erste Gruppe soll in der Kernstadt aufgebaut werden

Auf seiner letzten Sitzung hat das Stadtkommando der Feuerwehr Obernkirchen beschlossen, eine Kinderfeuerwehr ins Leben zu rufen. Die Kinderabteilung ist für Kinder aus dem Stadtgebiet und den vier Ortsteilen im Alten von sechs bis zwölf Jahren. Allerdings soll versucht werden, Kinder, die das zehnte Lebensjahr beendet haben, zum Eintritt in die Jugendfeuerwehr zu bewegen.
Obernkirchen.
Um Kosten zu vermeiden, sollten die Kinder dabei von den Eltern selbst zu den Treffen gefahren und auch von dort abgeholt werden. Die Feuerwehrfahrzeuge sollen aus versicherungsrechtlichen gründen nicht eingesetzt werden. Nach Möglichkeit sollen natürlich in allen Ortschaften Ansprechpartner zur Verfügung stehen, aus Sicht der Verwaltung und des Kommandos bieten sich Ortsbrandmeister, Jugendwarte und die Schulklassenbetreuer an, da sie den Eltern oftmals bekannt sind und somit den ersten Anlaufpunkt darstellen können. Die Kinderfeuerwehr soll nicht an die Jugendfeuerwehr angeschlossen werden, sondern als selbstständige Einrichtung neben ihr bestehen, Wettkämpfe sind für die Kindergruppen nicht vorgesehen.
Die Mitglieder des Ausschusses für Ordnungs- und Feuerwehrwesen hielten gestern Nachmittag bei ihrer Sitzung mit Lob für diesen Vorschlag nicht hinter dem Berg. Dirk Rodenbeck (CDU) verwies auf den Feuerwehr-Bedarfsplan, der regele, was man haben müsse: „Aber wir können ihn nicht erfüllen, weil wir zu wenig Leute haben.“ Daher sei es eine „absolute Supersache“, dass die Wehr von sich aus aktiv werde und selbst daraufhin arbeiten, dass dieses Problem gelöst werde. Er sprach daher ein „dickes Kompliment“ aus: „Wir haben die wenigste Arbeit und die meiste Sicherheit.“
Dass mit diesem Konzept auch künftige Mitglieder geworben werden sollten, unterstrich Verwaltungsvize Bernhard Watermann. Horst Sassenberg (CDU) schlug vor, bei der Einführung des Ganztagsangebotes doch die Schule und Feuerwehr zu verknüpfen.
Der Gedanke habe durchaus seinen Reiz, sekundierte Beate Krantz (CDU): Vereine selbst seien ja Teil der Betreuung, warum nicht auch die Feuerwehr? Da die Gespräche über die Ausgestaltung der Ganztagsangeboten mit der Schule noch laufen, kann das Thema problemlos integriert werden, betonte Watermann.
Größeren Raum nahm in der Debatte die Frage ein, wo denn mit der Kinderfeuerwehr begonnen werden soll: Nur in der Kernstadt oder gleich in allen Ortsteilen? Da niemand genau wusste, wie groß das Interesse der Kinder sein wird, wurde sich geeinigt, erst einmal in der Kernstadt eine Gruppe aufzubauen – danach will man weiter sehen. Stadtbrandmeister Rolf Schaper sah es am Schluss so: „Wenn wir mit zehn Leuten anfangen können, ist das schon eine gute Sache.“
Der weitere Fahrplan: Sobald die Stadt die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat, soll – möglichst nach den Herbstferien – mit der Mitgliederwerbung begonnen werden. Weiterhin sind Elternabende vorgesehen, die Einrichtung der ersten Gruppen soll im Winter erfolgen.
Als Richtgröße wird empfohlen, pro fünf Kinder mindestens einen Betreuer einzusetzen. rnk

16.05.08   Ortswehr Vehlen wählt neuen OrtsBM und Stellvertreter

In einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung zu der alle aktiven Kameraden der Ortswehr Vehlen eingeladen waren wurden am Freitag den 16.05.08 ein neuer Ortsbrandmeister  sowie sein Stellvertreter gewählt. Diese Wahl muss jetzt noch vom Stadtrat der Stadt Obernkirchen bestätigt werden. Allerdings ist dazu genug Zeit da die Amtszeit des jetzigen OrtBM Michael Hanke und seines Stellvertreters Andreas Busche erst am 30.09.2008 endet.

In Anwesenheit des Kreisbrandmeisters und Stadtbrandmeisters sowie des Stadtbürgermeisters wurden die Wahlen von 24 anwesenden aktiven Kameraden durchgeführt. Der Vorschlag für den OrtsBM lautete Christoph Schuster. Die geheime Wahl ergab eine überragende Zustimmung für Christoph Schuster. Er nahm die Wahl umgehend an.
Der Vorschlag für den stellv. OrtBM lautete Helmut Lübking, auch dieser fand eindeutig die Zustimmung der anwesenden Aktiven.

Der KBM, der StBM sowie der Stadtbürgermeister beglückwünschten die beiden gewählten und sagten die Unterstützung bei den kommenden Aufgaben zu.

SN   10.04.08   Feuerwehr fährt ins Sauerland

Vehlen. Die Vehlener Feuerwehr will ihren Mitgliedern und deren Angehörigen ein besonderes Erlebnis bieten. Deshalb gibt es am 31. Mai eine Busfahrt nach Willingen im Sauerland. Unter anderem ist eine Besichtigung der Mühlenkopfschanze einschließlich einer Berg- und Talfahrt mit der Standseilbahn geplant. Auf die gleiche Weise kann der Ettelsberg erklommen werden. Das gesamte Programm einschließlich der Busfahrt und eines Frühstücks kostet für Erwachsene 35 Euro, für Kinder bis zum 14. Lebensjahr 20 Euro. Die Anmeldung muss bis zum Dienstag, 15. April, erfolgen. sig

Leider aufgrund zu weniger Anmeldungen abgesagt!!!