News 2009

SN   28.12.09   Förderung der Vereine

 „Wir haben uns die finanzielle Unterstützung der Jugend- und der Kulturarbeit auf die Fahne geschrieben“, hat Friedrich Gärling, der Leiter der Volksbank-Hauptstelle in der Bergstadt, erklärt. Zusammen mit dem Bereichsleiter Heinz David verteilte er zum Jahresausklang noch einmal 3650 Euro.

Obernkirchen. Auf einen Betrag von 500 Euro kann sich die Stadtbücherei freuen. Die gleiche Summe erhielten der Förderverein des Sonnenbrinkbades, der MTV Obernkirchen für die Anschaffung von Rennrädern und der SV Obernkirchen, der damit Trikots für seine Jugendspieler finanzieren will, und das Rott Lieth. Der Kneipp-Verein benötigt für die Rope-Skipping-Sparte Shirts und Jacken. Dafür gab es 250 Euro. Der örtliche Männergesangverein erhielt 200 Euro. Auch der Nachwuchs der heimischen Feuerwehren wurde bedacht. Die Obernkirchener Kinder- und Jugendfeuerwehr bekam 300 Euro, die Jugendwehren von Röhrkasten, Krainhagen, Vehlen und Gelldorf dürfen sich auf je 150 Euro freuen. sig

SN   21.11.09   Das Wissen kommt durch die Hintertür

Ein knappes Jahr nach der Gründung der Löschzwerge hat Leitern Bettina Schaper ein überaus positives Fazit ziehen können: Der jüngste Nachwuchs der Obernkirchener Wehr ist mit Feuereifer bei der Arbeit, obwohl die mittlerweile zwölf Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren lieber basteln und malen, als sich auf kindgerechtem Niveau mit feuerwehrtechnischen Belangen auseinanderzusetzen.

Obernkirchen. Und so wird das Rüstzeug für den angehenden Feuerwehrmann gleichsam durch die Hintertür vermittelt, erklärte Leiterin Bettina Schaper im Fachausschuss: Es gibt Arbeitsblätter, die das Wissen spielerisch weitergeben. Am 28. Februar wurden die Löschzwerge, die sich diesen Namen später selbst gaben, offiziell als 35. Kinderfeuerwehr des Landkreises Schaumburg durch Ortsbrandmeister Clemens Keich gegründet: Denn nur durch eine flächendeckende Unterbauung mit Kinder- und Jugendfeuerwehren könne man die freiwilligen Feuerwehren sichern. Der Politik wäre es damals am liebsten gewesen, Kindergruppen gleich in allen Ortsteilen ins Leben zu rufen, doch bei der Feuerwehr bewies man Sinn für die Realitäten: Nur durch viel, viel Werbung können junge Mitglieder gewonnen werden. Immerhin: zwei, drei Kinder stünden in den Startlöchern, erklärte Bettina Schrader, zwei weitere könne man demnächst an die Jugendwehr abgeben. Schaper hat sich mit ihren Löschzwergen, von denen erstaunlich viele aus Krainhagen kommen, bei den einzelnen Wehren vorgestellt und sich dort umgesehen: „Damit die Kinder die Gesichter kennenlernen.“ Natürlich wurde auch auf die Aufgaben eines Feuerwehrmannes vorbereitet: Experimente mit Feuer wurden gemacht, außerdem wurde mit Holz und Pappe gebastelt. Das Ergebnis wurde angesteckt und demonstrierte den Kindern nachdrücklich, wie schnell sich Feuer ausbreitet. Ebenfalls gelernt wurde das Absetzen eines Notrufs und das Verhalten im Brandfall. Eine Fahrt im Einsatzleitwagen und im Löschfahrzeug waren ein besonderes Erlebnis. Probleme sah Schaper nur bei der Beförderung: Nicht immer reichen die Fahrzeuge aus. Das Problem löste Thomas Stübke (Grüne/WIR) mit dem Hinweis auf den neunsitzigen Bully des Jugendringes: Den könnten auch die Löschzwerge nutzen. Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat, die Arbeit von Bettina Schaper und ihrer Stellvertreterin Regina Dettmer künftig mit 25 Euro Entschädigung pro Monat zu belohnen. Widerspruch gab es nicht. Ein ruhiges Jahr verbrachten bisher die Wehren der Stadt. Rolf Schaper berichtete von bislang 66 Einsätzen, davon ein mittlerer Brand. Den weitaus größten Teil, so der Stadtbrandmeister, würden die Brandsicherheitseinsätze ausmachen, also die Wachen mit Tanklöschfahrzeug und mindestens drei Wehrmitgliedern bei Veranstaltungen in der Liethhalle. Dass die Holzhalle bei einer Abiturfeier – sofern die Nachbarn keine Einwände haben – mit dem Wagen und der Besatzung geschützt werden müsse, das, so Heinrich Struckmeier (CDU), sei nachvollziehbar. Aber auch bei der Schau der Kaninchenzüchter oder der Modellbauer? Reiche da nicht eine einfache Berieselungsanlage? „Wo ist die Verhältnismäßigkeit?“, fragte Struckmeier. Die Antwort gab Bernhard Watermann: Es gehe um die gefühlte Sicherheit, meinte der stellvertretende Verwaltungschef: drei Mann und ein Wagen voller Wasser. Und was, wenn es einen Verletzten gebe, weil die Feuerwehr nicht da sei? Sollte heißen: Wer will schon ein Risiko eingehen? Niemand, daher bleibt es, wie es ist. rnk