News 2014

SN   17.11.14   Grünkohl schmeckt bestens

Vehlen. Schmausen satt ist beim traditionellen Grünkohl-Essen der Feuerwehr-Kameradschaft Vehlen angesagt gewesen, zu der diese alle aktiven und passiven Mitglieder ab 55 Jahre eingeladen hatte: „Die Veranstaltung wird immer gut angenommen“, berichtete Ortsbrandmeister Christoph Schuster mit Blick auf den voll besetzten Saal des Dorfgemeinschaftshauses.

Dass das gesellige Vergnügen ganz nach dem Geschmack der Teilnehmer schien, war auch an der insgesamt guten Stimmung und der Generosität bei der zwecks Finanzierung der Feier durchgeführten „Hutsammlung“ abzulesen. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, sei nur verraten, dass von den Blauröcken ausschließlich Geldscheine in den in bewährter Manier von Wilhelm Meier (94), Altbürgermeister Vehlens und Ehrenmitglied der Ortsfeuerwehr, hingehaltenen Hut geworfen wurden. wk

SN  03.05.14   Jetzt ist der Druck vom Kessel

Feuerwehrunfallkasse mischt sich ein / Zeitraum für Sanierungsmittel bis Ende November verlängert

Vehlen. Eine sowohl schlechte als auch gute Nachricht gibt es aktuell mit Blick auf die beabsichtigte Sanierung des Feuerwehrgerätehauses Vehlen aus Fördermitteln des Dorferneuerungsprogramms: Wie Rathauschef Oliver Schäfer beim jüngsten Treffen des Stadtrates berichtet hat, hat sich die Feuerwehrunfallkasse in das Projekt eingeschaltet – und dabei im Zuge des Umbaus notwendige Verbesserungen beim Unfallschutz angemahnt. Da das die bisherigen Pläne gehörig durcheinander gebracht hat, hatte sich der Beginn der Sanierung durch Ehrenamtliche der Wehr verzögert.

Nach dem Willen der Kasse soll die untere Wohnung fortan als Umkleideraum dienen. Der neu zu erstellende Garagenraum wird mit Blick auf das dort unterzustellende Staffellöschfahrzeug 10/6 vergrößert.

Die gute Nachricht: Angesichts des sich schließenden Zeitfensters hat das für Fördermittel zuständige Amt für Landentwicklung den Bewilligungszeitraum bin 30. November 2014 verlängert. Wie berichtet, stehen für die Sanierung 88000 Euro bereit, von denen es allerdings bislang hieß, dass wenigstens 72000 Euro bis Ende Mai abgerufen sein müssen. Mit der Fristverlängerung ist nun der Druck vom Kessel.

„Der Bauantrag ist gestellt, derzeit laufen die Ausschreibungen. Sobald die Genehmigung vom Landkreis Schaumburg vorliegt, geht es los“, erklärt Schäfer.

Bereits Mitte März hatte ein Dutzend Freiwillige den Altbau aus den sechziger Jahren in 160 Arbeitsstunden entkernt und ausgeräumt. Seitdem warten Ortsbrandmeister Christoph Schuster und 26 Helfer der Feuerwehr darauf, dass die Sanierung mit Geld aus Hannover und Obernkirchen beginnen kann. Gemeinsam hatten sie im Zuge der Vorarbeiten bereits die Glaswolle aus der Dachdämmung in 70 blaue Säcke gestopft, weitere 30 gelbe Säcke mit Styropor gefüllt. Zudem hatten sie drei Hänger voll Rigips zur Müllkippe gefahren, Tapeten abgekratzt, Lampen abgebaut und eine Notbeleuchtung installiert. Das Mobiliar lagert in einer freien Wohnung neben dem Gebäude. tw

SN   02.05.14   Schaumburgs dümmste Einbrecher

Unbekannte steigen in entkerntes Feuerwehrhaus ein

Vehlen. Offenbar gleich zwei Täter haben sich in der Nacht auf Dienstag, 29. April, über ein Fenster Zugang in das Vehlener Feuerwehrgerätehaus verschafft. Angereist waren Schaumburgs dümmste Einbrecher mit zwei Fahrrädern, die am Tatort zurückgelassen wurden. Im Fahrradkorb lagen zudem Würstchen und Mayonnaise, die aus dem Gerätehaus stammten. Das Diebesgut beschränkte sich auf zwei Pakete Bratwürstchen.

Die Fahrräder wurden durch Beamte des Polizeikommissariats Bückeburg sichergestellt; sie waren zuvor an der Kalten Weide gestohlen worden.

Sicher ist aber bereits jetzt: Bei den Ganoven kann es sich keinesfalls um Tageszeitungsleser handeln. Sonst hätten sie nämlich gewusst, was diese Zeitung bereits mehrfach berichtet hat: Im Feuerwehrhaus ist derzeit rein gar nichts zu holen. Die Blauröcke haben es für die erwartete Sanierung komplett entkernt. tw

SN  17.03.14   Freiwillige packen kräftig zu

Feuerwehrhaus Vehlen komplett entkernt / 88000 Euro stehen für die Sanierung zur Verfügung

Vehlen. Großer Kraftakt im Feuerwehrhaus: Rund ein Dutzend Freiwillige haben den Altbau aus den sechziger Jahren in 160 Arbeitsstunden komplett entkernt und ausgeräumt.

„Jetzt warten wir alle täglich darauf, dass die Sanierung im Zuge der Dorferneuerung mit den Geldern aus Hannover und Obernkirchen beginnen kann“, sagte Ortsbrandmeister Christoph Schuster. Gemeinsam mit seinen Feuerwehrkameraden hat er die Glaswolle aus der Dachdämmung in 70 blaue Säcke gestopft und weitere 30 gelbe mit Styropor gefüllt.

„Dabei mussten wir mit Atemmasken und auch unter Vollschutz arbeiten“, berichtet Ralf König. Drei Autoanhänger befüllt mit Rigips haben die Blauröcke bereits zur Müllkippe gefahren. Sie haben Tapeten abgekratzt, Lampen abgebaut und eine Notbeleuchtung installiert. „Das komplette Mobiliar“, so Schuster, „lagert jetzt in einer zurzeit freien Wohnung neben dem Gebäude“. Ortsbürgermeister Werner Harder brachte sich mit dem Besen und mehreren Kisten Durstlöscher ein. „Wenn wir erst die Pläne vorliegen haben, werden sich 26 Helfer aus der Feuerwehr an der Sanierung beteiligen; aber auch Menschen aus dem Dorf wollen uns helfen“, so der Ortsbrandmeister.

Wie berichtet, stehen für die Sanierung 88000 Euro bereit, von denen allerdings mindestens 72000 Euro bis Ende Mai abgerufen sein müssen.tw

SN   11.02.14 Geld ist da – jetzt muss es sofort losgehen

Land bewilligt überraschend Mittel für Feuerwehrgerätehaus / Aber Zeitkorsett ist extrem eng geschnürt

Vehlen. Eigentlich könnte der Ortsrat jubeln – doch der Freudenschrei bleibt ihm in der Kehle stecken. Denn: Zwar ist die lang erwartete Zusage des Landes Niedersachsen über Fördermittel in Höhe von 36208 Euro für die Gestaltung der Dorfmitte und damit faktisch für die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses samt seines Vorplatzes völlig überraschend im Rathaus eingegangen, aber das Ganze hat einen Haken: Das Geld muss nämlich bereits bis Ende Mai abgerufen sein. „Nicht machbar“, kommentiert Christoph Schuster, Vizefraktionschef der CDU und zugleich Ortsbrandmeister. Jetzt muss Vehlen „zaubern“.

Die – zunächst – gute Nachricht, dass das Geld fließt, hat Kämmerer Andreas Jasper dem Ortsrat um Bürgermeister Werner Harder (SPD) bei dessen jüngster Zusammenkunft in eben dem Feuerwehrgerätehaus überbracht, das Gegenstand des Ringens um die Finanzspritze aus Hannover gewesen ist; eine Spritze, an die kaum noch einer hatte glauben wollen. „Im Dezember hieß es aus der Landeshauptstadt noch: Es gibt 2014 keine Fördermittel, vielleicht 2015 oder 2016“, so Jasper. Jetzt dagegen konnte er an der Vehlener Straße frohgemut mit dem am 21. Januar eingegangenen Bescheid wedeln.

Fristverlängerung nicht möglich

Zu den 36208 Euro aus dem öffentlichen Topf kommen noch 50000 Euro aus Haushaltsresten des Jahres 2012. Macht summa summarum rund 88000 Euro, von denen laut Kämmerer wenigstens 72000 Euro bis Ende Mai abgerufen sein müssen. „Problematisch“, findet auch Jasper, weil ein wesentlicher Teil der Arbeiten am Gebäude in Eigenleistung erbracht werden soll. „Das wird eine ganz, ganz harte Nuss.“ Ob man nicht in Hannover eine Fristverlängerung beantragen kann, will CDU-Fraktionschef Horst Sassenberg wissen. Der Kämmerer winkt ab: „Dann laufen wir Gefahr, ganz aus dem Programm zu fallen.“ Eben das sei mutmaßlich einer anderen Kommune soeben passiert, was erklären würde, dass nun plötzlich für Vehlen Geld da ist.

„Die Leute, die’s im Ehrenamt machen, können sich für die Sanierung doch nicht auch noch spontan Urlaub nehmen“, ärgert sich Schuster über das enge Zeitkorsett; das drückt nicht nur, es scheuert. Denn auch die Ausschreibungen für die Arbeiten, die bezahlte Profis übernehmen sollen, müssen ja erst einmal erstellt werden. Außerdem müssen Angebote für die Materialien eingeholt und verglichen werden. Immerhin: „Die Sache hat im Rathaus jetzt höchste Priorität“, betont Jasper. Es werde eigens ein Mitarbeiter ausgeguckt, der sich federführend darum kümmern wird, dass in Sachen Fördermittel nichts anbrennt.

Los geht’s mit den Arbeiten bereits am Dienstag, dem 25. Februar. Die Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins Vehlen am Sonnabend, 15. Februar, und damit zehn Tage zuvor ist die letzte Veranstaltung im Feuerwehrgerätehaus, ehe dort das Dach abgedeckt wird.

Bei der Sanierung helfen wollen Schuster zufolge 23 Ehrenamtliche, die zusammen zwischen 1200 und 1400 Stunden einbringen werden; dazu kommen Firmen aus dem Dorf. Aber: Trotz allem werden die 86000 Euro nicht reichen. „Wir haben die Gesamtkosten mit Diplom-Ingenieur Volker Wehmeyer damals auf 120000 Euro geschätzt – noch ohne den Platz vor dem Gebäude “, erinnert Schuster.

Die Liste dessen, was am seit 1959 in drei Bauabschnitten errichteten Feuerwehrgerätehaus alles komplett saniert werden muss, ist ellenlang: das Dach samt Dachstuhl, die Sanitäranlagen (deren Eingang obendrein auch noch verlegt werden soll), die Fenster, die Elektrik, die Fußböden und, und, und. Man kann es mit Schuster auch kürzer sagen: „Eigentlich alles. Das Gebäude wird bis unters Dach komplett entkernt.“ Der Ortsbrandmeister hofft derweil inständig, dass auch die Sanierung des Schlauchturms Bestandteil der Förderung ist.

Ortsbrandmeister hat eine Idee

Bleibt die Frage, wie es dem Ort gelingen kann, die Schere zwischen Geldbedarf und Geldzusage weiter zu schließen. Eine Idee hat der Ortsbrandmeister bereits; zwar ist es erst mal nur wenig mehr ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin: Auf Antrag von Schuster soll zum einen ein Restbestand an Ortschaftsmitteln, der aus dem vergangenen Jahr noch übrig ist, dem Sanierungsprojekt zugeschlagen werden: Im Topf sind 6300 Euro; 50 Prozent davon darf – und will – der Ortsrat kraft eigenen Beschlusses dafür verwenden; weitere 50 Prozent können dazu kommen, wenn der Stadtrat das genehmigt. Heißt im Klartext: Kommt es so, wie es der Ortsrat hofft, kann er für das Projekt über die vollen 6300 Euro zusätzlich verfügen.

Zwar halten es Harder und Sassenberg alternativ auch für angezeigt, die Stühle und Tische in der Dorfgemeinschaftsanlage zu erneuern und durch klappbare zu ersetzen. Am Ende aber einigt sich das Gremium auf Drängen Schusters darauf, diese Investition in die Folgejahre zu verschieben. tw