Umbau

SN   30.03.15   Richtfest für echtes Gemeinschaftswerk

Beim Gerätehaus der Vehlener Feuerwehr wächst der Schulungsraum

Vehlen. Die Gäste sind pünktlich, aber doch etwas zu früh gewesen. Es mussten nämlich noch einige Dachsparren angebracht werden auf dem Trakt neben dem alten Schulungsraum der Vehlener Feuerwehr. Nach einigem Sägen und Bohren sowie ein paar Hammerschlägen wehten dann aber doch die bunten Bänder des Richtkranzes im Wind. Und nach dem mit Beifall aufgenommenen Richtspruch zerschellte das Schnapsglas des Poliers auf dem Betonboden. Das soll bekanntlich Glück bringen.

Bei gleißendem Sonnenschein gab es nur frohe Gesichter auf dem Parkplatz vor dem Gerätehaus. Mittendrin auf einem Stuhl Vehlens Ehrenbürgermeister Wilhelm Meier. Der 94-Jährige konnte sich noch gut an den Tag erinnern, als das rote Backsteingebäude 1959 an der Hauptstraße des Ortes eingeweiht wurde. „Davor gab es auch schon ein Feuerwehrhaus, und zwar neben dem Ehrenmal vor dem Weg zur Kirche“, erklärte Ortsbrandmeister Christoph Schuster.

Stolz berichtete der Wehrführer, dass schon jetzt 800 Stunden freiwilliger Arbeit für den angegliederten Schulungstrakt geleistet worden sind. Die fleißigen Helfer seien von den Einwohnern während ihres Arbeitseinsatzes mit Verpflegung und Getränken bedacht worden. Schuster sieht darin einen Beweis dafür, dass sich viele in der Gemeinde über das Projekt freuen, das mit EU-Mitteln im Rahmen des Programms für die Dorferneuerung gefördert wird. An den Arbeitseinsätzen waren bislang bereits 45 Helfer beteiligt.

Volker Wehmeyer, Chef des zuständigen Planungsbüros, geht davon aus, dass der zweite Bauabschnitt ebenfalls noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden kann. Dazu gehören die weiteren Sanierungsarbeiten am Gebäude mit dem Sanitärbereich, den Fahrzeughallen und dem Schlauchturm, der längst zum Erscheinungsbild des Dorfmittelpunktes gehört.

Dann wird der Anteil an Eigenleistung noch weiter steigen, zumal sich in den Reihen der Vehlener Feuerwehr fachkundige Handwerker befinden, die Wände und Decken streichen, tapezieren, den Fußboden verlegen und vieles andere können. Dieses kostensparende Engagement lobten Obernkirchens Bürgermeister Oliver Schäfer und auch Ortsbürgermeister Werner Harder in ihren Ansprachen. Beide Männer zeigten sich sehr erfreut darüber, dass diese Umbaumaßnahmen nun endlich in Angriff genommen werden konnten.

Im Rahmen eines dritten Bauabschnitts kommt an der Nordseite außer dem Schulungsraum noch eine elf mal zwölf Quadratmeter umfassende Fahrzeughalle hinzu, wenn die Fördermittel dafür bereitstehen. Bislang ist eine erste Rate in Höhe von rund 80000 Euro netto eingegangen.

Ortsbrandmeister Christoph Schuster wies darauf hin, dass wegen der Baumaßnahmen in diesem Jahr dort kein Osterfeuer abgehalten werden kann. Dafür will man aber am 20. Juni ein Mittsommerfest ausrichten. Einzelheiten dazu werde man noch bekannt geben. Zu diesem Zeitpunkt soll dann auch bereits der neue Schulungsraum genutzt werden können.sig

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Alle Augen sind nach oben gerichtet. Der Polier hält seinen Richtspruch und wünscht dem Projekt ein gutes Gelingen. Schon Ende Mai möchte die Vehlener Wehr ihren neuen Schulungsraum beziehen.sig

Bilder vom 22.02.2015   Das Dach ist weg ...

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Bilder vom 18.02.2015   Es kommt Bewegung in die Sache ...

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Bilder vom 18.01.2015   Innenabriss ...

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ehemals Thekenbereich

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ehemals Herren-WC

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SN   05.01.15   Sanierung in Kürze

Drei Bauabschnitte fürs Gerätehaus der Feuerwehr / Nachrüstungen im Sanitärbereich

Vehlen. Die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses kommt in Bewegung: „Die Ausschreibungen für die Arbeiten, die wir nicht selbst leisten können, haben das Rathaus verlassen“, berichtet Obernkirchens Bürgermeister Oliver Schäfer.

„Ich bin froh, dass wir nun so weit sind und alle Gremien der Stadt einstimmig für das Projekt votiert haben“, freut sich Werner Harder. Allerdings: „Die Anforderungen, welche die Feuerwehrunfallkasse an die Einsatzkräfte stellt, haben unsere ursprünglichen Sanierungspläne über den Haufen geworfen“, sagt Schäfer. Diesen Anforderungen beim „Bauen im Bestand“ gerecht zu werden, hätte den Kostenrahmen gesprengt. Damit Rathaus und Wehr besagten Anforderungen auf dem Grundstück dennoch gerecht werden können, läuft jetzt alles auf den An- und Neubau einer weiteren Fahrzeughalle hinaus.

Geplant sind drei Bauabschnitte: Dabei sind Eigenleistungen der Feuerwehr Vehlen für den ersten und zweiten Abschnitt eingeplant. „Bislang haben wir 430 Arbeitsstunden in das Projekt gesteckt – Baubesprechungen nicht mitgerechnet“, überschlägt Schuster. „Bis auf Elektrik-, Gas- und Wasserarbeiten sowie die Maurerarbeiten, stemmen wir den kompletten Innenausbau inklusive Dämmung.“

Im ersten Bauabschnitt sollen die Gemeinschaftsräume und der davor liegende Teil in Angriff genommen werden. Das ist der Part des Gesamtprojekts, der wesentlich mit Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm gefördert wird. Der vorgelagerte Bereich, in welchem derzeit die Fahrzeuge untergestellt sind, soll in Umkleiden umgewandelt werden; Damen und Kinder bekommen erstmals eine eigene, der WC-Trakt wird erneuert, die nicht vorhandenen Duschen nachgerüstet. „Außerdem entsteht ein von der Feuerwehrunfallkasse geforderter Schwarz- und ein davon getrennter Weißbereich“, so der Bürgermeister. Als Schwarzbereich werden allgemein die Bereiche des Feuerwehrhauses bezeichnet, die mit verschmutzter Einsatzbekleidung betreten werden; zum Beispiel die Fahrzeughalle. Der Weißbereich umfasst unter anderem Büroräume, Toiletten, Duschen und Schulungsraum. Durch die konsequente Schwarz-Weiß-Trennung der Räume ist eine Kontamination so gut wie ausgeschlossen.

Im zweiten Bauabschnitt stehen die alte Fahrzeughalle und der Teil des Gebäudes auf der Agenda, in dem sich derzeit noch die Umkleiden befinden. Laut Schäfer ist aber noch nicht klar, ob es auch für diesen Bauabschnitt Fördergelder geben wird. Besagte Halle soll so hergerichtet werden, dass den Vorschriften der Unfallkasse Genüge getan wird. „Allerdings“, so Schäfer, „geht ein Bereich, der bislang dem Unterstellen von Fahrzeugen diente, verloren.“

Damit die Ortsfeuerwehr diesen Verlust kompensieren kann, gibt es noch einen dritten Bauabschnitt, zu dem die Feuerwehr selbst nichts beitragen kann. „Er nimmt das Errichten einer neuen Fahrzeughalle in den Blick“, so der Rathauschef. Die Halle soll von ihrer Größe her so beschaffen sein, dass im Notfall auch für ein neues Ersatzvehikel Platz ist. Wann dieser dritte Bauabschnitt auf die Agenda kommt, steht derzeit aber noch nicht fest.

Von Thomas Wünsche

Bilder vom 07.03.2014   Dachisolierung entfernt ...

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